Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Remission von Prädiabetes, also die Rückkehr zu normalen Blutzuckerwerten, das Risiko für einen kardiovaskulären Tod oder eine Krankenhausbehandlung wegen Herzinsuffizienz langfristig halbiert. Damit rückt die gezielte Förderung der Remission von Prädiabetes in der Herz-Kreislauf-Prävention stärker in den Mittelpunkt.
Eine aktuelle Metaanalyse mit über 48 Millionen Studienteilnehmern zeigt, dass eine Coronavirusinfektion mit signifikant höherem Risiko für neu auftretenden Diabetes mellitus einhergeht. Besonders gefährdet waren demnach Erwachsene und Menschen mit schweren COVID-19-Krankheitsverläufen. Die Ergebnisse sprechen für eine gezielte Nachsorge.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse aus China konnte zeigen, dass neben Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen auch psychosoziale Faktoren und Bewegungsmangel das Risiko für den Übergang von Prädiabetes zu Typ-2-Diabetes signifikant erhöhen. Besonders der Fettleber-Index erwies sich als starker Prädiktor für die Krankheitsprogression.
Die Ergebnisse eines systematischen Reviews mit Metaanalyse konnten zeigen, dass zuckergesüßte Getränke und Fruchtsäfte das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen, während Zucker in fester Form kein konsistentes Risiko erkennen ließ.
Eine klinische Studie mit 74 Teilnehmern untersuchte die Wirkung von Brokkolisprossen-Extrakt bei Menschen mit Prädiabetes. Insgesamt zeigte sich eine moderate Senkung des Nüchternblutzuckerspiegels, wobei besonders Menschen mit milder Adipositas, niedriger Insulinresistenz und verminderter Insulinsekretion profitierten. Zusätzlich deuteten Analysen auf einen Einfluss der Darmmikrobiota und genetischer Faktoren auf die Wirksamkeit hin.
Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) ist signifikant mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsdiabetes verbunden, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Besonders betroffen sind europäische Bevölkerungen und HIV-positive Frauen. Die Ergebnisse basieren auf Daten von über 45 Millionen Schwangerschaften.
Kartoffeln und daraus hergestellte Produkte stellen wichtige Energielieferanten dar, können aber auch den Blutzuckerspiegel erhöhen. Damit könnten sie das Risiko steigern, an einem Diabetes mellitus zu erkranken. Ein hoher Verzehr von Pommes frites scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen, fand die Analyse von 3 Kohortenstudien mit Metaanalyse über insgesamt 205 107 Personen.
Eine große Langzeitstudie mit über 47 000 Frauen konnte zeigen, dass der Verzehr von hochwertigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ein gesundes Altern unterstützt. Laut der Studienergebnisse wirken sich Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten besonders positiv aus, während raffinierte Kohlenhydrate mit einem schlechteren Gesundheitszustand im Alter verbunden sind.
Eine aktuelle Metaanalyse aus China konnte zeigen, dass Studienteilnehmer mit Diabetes mellitus, deutlich kürzere Telomere aufweisen als Nichtdiabetiker. Die Analyse bestätigt eine negative Korrelation zwischen Telomerlänge und Diabetes.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zeigt, dass die Einnahme von Pro-, Syn- und Präbiotika positiv auf die Darmbarriere wirkt. Insbesondere konnte eine signifikante Reduktion von Lipopolysaccharid- und Zonulin-Werten beobachtet werden, die mit einer erhöhten Darmdurchlässigkeit in Verbindung gebracht werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung gezielter mikrobieller Interventionen zur Stärkung der Darmgesundheit.
Eine Analyse über zwei große Langzeitstudien mit über 105 000 Menschen konnte zeigen, dass eine pflanzenbetonte Ernährung mit wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln das Risiko für chronische Erkrankungen senkt und die Chancen auf ein gesundes Altern deutlich erhöht.
Der häufige Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel steht laut aktueller Forschungsergebnisse in eindeutiger Verbindung mit zahlreichen chronischen Erkrankungen und psychischen Störungen. Besonders überzeugende Belege wurden für eine Verschlechterung der Nierenfunktion sowie Atemprobleme bei Kindern gefunden. Auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Übergewicht, Adipositas und psychische Störungen sind stark mit dem Verzehr dieser Produkte assoziiert. Der Konsum von stark verarbeiteter Lebensmittel hatte keine gesundheitlichen Vorteile.
Aktuelle Studien zeigen eine hohe, aber variierende Prävalenz von subklinischer Hypothyreose bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS). Eine aktuelle Metaanalyse von 29 Studien ergab eine Prävalenzrate von fast 20 %. Zudem wurde festgestellt, dass Frauen mit PCOS und subklinischer Hypothyreose eine erhöhte Insulinresistenz aufweisen. Die Ergebnisse betonen die Wichtigkeit regelmäßiger Schilddrüsenuntersuchungen für Frauen mit PCOS, so die Autoren.