Eine prospektive, beobachtende Echtwelt-Studie in 17 Behandlungszentren mit 128 Teilnehmern fand, dass die Behandlung mit Atogepant zur Migräneprophylaxe über 24 Wochen nach den aktuellen, von der IHS vorgeschlagenen Kriterien wirksam ist. Mindestens optimale Kontrolle der Migräne erreichten 39 % der Patienten.
Eine prospektive, vergleichende Längsschnittstudie fand mit 90 Teilnehmern mit Migräne bereits nach wenigen Monaten mit einer Migräneprophylaxe eine bessere Denkleistung, speziell in der exekutiven Funktion. Sowohl Migräneprophylaxen mit CGRP-gerichteten Biologika als auch mit Botulinumtoxin waren demnach, besonders bei Ansprechen auf die Behandlung mit Blick auf eine Reduktion der Kopfschmerztage, wirksam zur Verbesserung der kognitiven Funktion.
Eine prospektive Studie mit 210 Teilnehmern über 1 Jahr wies Botulinumatoxin A als wirksame und gut verträgliche Behandlung zur Prophylaxe episodischer Migräne aus.
Die Einnahme von CGRP-Biologika zur Behandlung von episodischer oder chronischer Migräne erhöhte nicht das Risiko für Bluthochdruck, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 11 Studien. Allerdings kam es zu geringfügig mehr unerwünschten Ereignissen als mit einem Placebo, jedoch bei guter Akzeptanz.
Eine Studie aus der Alltagspraxis bestätigte vorherige klinische Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Rimegepant zur Akutbehandlung von Migräne. 44,7 % der Patienten waren innerhalb von 2 Stunden schmerzfrei, speziell wenn die Einnahme innerhalb einer Stunde nach Schmerzbeginn erfolgte.
Eine Analyse über 3 klinische Studien der Phase 3 mit Patienten mit episodischer und chronischer Migräne demonstrierte, dass Atogepant in täglicher Dosierung von 60 mg über die ersten 4 Wochen eine bessere Wirksamkeit als Migräneprophylaxe erreichte als ein Placebo. Patienten litten bereits am ersten Tag seltener an Migräne und hatten eine verbesserte Lebensqualität.
Der Migräne-Antikörper Fremanezumab war nach Zwischenanalyse über 318 Patienten in der italienischen Alltagspraxis über 6 Monate wirksam und sicher. Etwa 80 % der Patienten erreichten die italienischen Kriterien für eine Fortbehandlung nach Monaten 3 und 6.
Die Wirksamkeit und Sicherheit einer sich im Mund auflösenden Tablette mit Rimegepant konnte in einer Phase-3-Untergruppenanalyse über 1 075 Patienten mit Migräne in China bestätigt werden.
Eine randomisierte, kontrollierte Studie aus Italien hat die Wirksamkeit zweier Ernährungsinterventionen zur Migräneprophylaxe untersucht. Dabei war eine sehr kalorienarme ketogene Diät einer hypokalorischen ausgewogenen Diät überlegen.
Eine prospektive Analyse von Real-World-Daten in Griechenland zur Migräneprophylaxe Fremanezumab zeigte gute Wirksamkeit sowohl bei 97 Patienten mit hochfrequent-episodischer, als auch bei 107 Patienten mit chronischer Migräne, bei gutem Sicherheitsprofil. 83,5 % der Personen mit episodischer und 62,6 % der Personen mit chronischer Migräne konnten die Zahl monatlicher Kopfschmerztage mit der Prophylaxe mindestens halbieren.
Eine aktuelle Studie der Phase 3 untersuchte den Einfluss des oralen präventiven CGRP-Rezeptorantagonisten Atogepant auf verschiedene Patienten-berichtete Maße bei erwachsenen Patienten mit episodischer Migräne. Lebensqualität, Alltagsaktivität und körperliche Aktivität besserten sich mit 30 mg und 60 mg Atogepant über 12 Wochen signifikant im Placebo-Vergleich.
Der niedermolekulare CGRP-Antagonist Rimegepant ist in der EU bereits zur Behandlung von akuter Migräne, aber auch zur Prophylaxe zugelassen. Eine Phase-3-Studie bestätigte Wirksamkeit und Sicherheit in der Akuttherapie nun bei erwachsenen Migränepatienten in China und Südkorea.
Wie eine Migräneerkrankung genau entsteht, ist bisher nicht bekannt. Bekannt ist jedoch, dass bestimmte Faktoren und Umwelteinflüsse Auslöser für Migräneattacken sein können. Wie sich die Geruchsempfindlichkeit in verschiedenen Migränephasen verhält und ob ein Zusammenhang mit der Dauer der Erkrankung besteht, wurde in dieser Studie untersucht.