Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 14 Studien fand, dass psychologischer Stress bei Multipler Sklerose (MS) anders auf Herzrate und Blutdruck wirkt als bei Menschen ohne MS. Womöglich tragen Läsionen im stressregulierenden Netzwerk zur Dämpfung des autonomen Nervensystems bei. Als potenzielle physiologische Marker für emotionale und funktionelle Beeinträchtigungen bei MS könnten Herzrate und Blutdruck zukünftig die individualisierte Auswahl multimodaler Behandlungsansätze unterstützen, so die Hoffnung der Experten.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Kohortenstudien und über 3 Mio. Teilnehmer fand ein erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose bei Menschen mit Diabetes, insbesondere Typ-2-Diabetes. Eine umgekehrte Assoziation konnte hingegen nicht bestätigt werden.

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Die Schlafqualität von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist häufig beeinträchtigt. Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 35 randomisiert-kontrollierte Studien fand Ergotherapie-basierte Schlafinterventionen und Effleurage-Massage als wirksamste nicht-pharmakologische Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität bei MS. Weitere randomisiert-kontrollierte Studien hoher Qualität seien jedoch zur Prüfung und Bestätigung dieser Ergebnisse nötig.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.

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Spastizität kann als belastendes, schmerzhaftes Symptom bei Multipler Sklerose (MS) auftreten. Besonders längerfristige Cannabis-basierte Therapien erreichten in einem systematischen Review mit Metaanalyse klinisch relevante Verbesserungen von MS-Spastizität. Allerdings zeigte sich eine hohe Heterogenität und mögliche Bias-Risiken in den analysierten Studien.

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Mit zunehmendem Alter kommt auch bei der Multiplen Sklerose (MS) oft weiterer Therapiebedarf aufgrund klassischer Begleiterkrankungen auf. Daher nehmen gerade ältere Menschen mit MS oft mehr als nur Medikationen zur Modulation ihres Immunsystems oder Linderung von MS-Symptomen ein. Der Blick auf mögliche Wechselwirkungen wird aber auch aus anderen Gründen bei älteren MS-Patienten wichtiger.

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Die Behandlung chronischer Schmerzen mit Medizinalcannabis (THC25:CBD25) erreichte in der klinischen Praxis bei Erkrankungen wie Migräne, Gelenkschmerzen, MS-Schmerz oder diabetischer Neuropathie vielversprechende Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität über 6 Monate. Die Studie erfolgte jedoch ohne Kontrollgruppe und konnte keine statistisch belastbaren Ergebnisse liefern.

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Eine Befragung von 204 Personen mit Multipler Sklerose in Australien fand, dass Psoriasis in den Familien von 17 % der MS-Patienten auftrat. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung (2 – 3 %)  war Psoriasis somit deutlich häufiger in Familien mit MS zu finden. Die beiden Autoimmunerkrankungen scheinen demnach genetisch miteinander verbunden zu sein.

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Unser Gehirn hat die Fähigkeit, kreativ alternative Wege zur Lösung von Aufgaben zu finden, wenn die Leistung unseres Denkapparats durch Verletzung oder Krankheit eingeschränkt wird. Welche Rolle diese ‚neurologische Reserve‘ bei Multipler Sklerose spielt, mit der Herzgesundheit zusammenhängt und wie sie sich erhalten und fördern lässt, untersuchten mehrere Studien.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien fand, dass Radiofrequenzrhizotomie mit substanzieller, rascher Schmerzlinderung bei der MS-Trigeminusneuralgie assoziiert ist, bei überschaubaren Komplikationsraten. Langfristig konnte die Schmerzlinderung gut erhalten werden. Allerdings, betonen die Autoren, wurde eine große Variabilität in den langfristigen Ergebnissen festgestellt, die mit Vorsicht interpretiert werden muss.

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Infektionsraten bei multipler Sklerose (MS) werden nach einer retrospektiven Kohortenstudie mit fast 500 Patienten sowohl von der Wirkstoffwahl als auch von Patienten-bezogenen Faktoren beeinflusst. Natalizumab erschien sicher über einen längerfristigen Einsatz, während Fumarate häufiger mit schweren Infektionen einhergingen. Dies könnte jedoch mit der damit behandelten, speziellen Patientengruppe in Zusammenhang stehen.

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