Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien mit 527 Frauen fand, dass Probiotika zusätzlich zu Metformin beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zu niedrigerer Insulinresistenz und besserer gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin beitragen können. Weitere, größere Studien müssten diese Ergebnisse prüfen und längerfristige Effekte ermitteln.
Myoinositol scheint den Spiegel des neu beschriebenen Fettgewebshormons Asprosin zu modulieren, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 40 schwangeren Frauen. Zudem könnte Asprosin ein Marker zur Einschätzung der Insulinresistenz und Myoinositol womöglich eine hilfreiche ergänzende Therapie in Risikogruppen sein. Weitere Studien mit größeren Patientengruppen sind jedoch nötig, um diese Ansätze zu prüfen.
Die aktuelle Studienlage spricht nach einem systematischen Review mit Metaanalyse über 10 Studien zum polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) dafür, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D signifikant Insulinresistenz, entzündliche Prozesse, Nüchternblutzucker und Gesamttestosteron bei PCOS senken kann. Somit könnte Vitamin D ein Baustein im Behandlungskonzept bei PCOS darstellen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 10 randomisiert-kontrollierte Studin fand, dass eine Nahrungsergänzung mit Chrom einen Beitrag zur Therapie des polyzystischen Ovarialsyndroms leisten kann. Weitere Studien sollten dies gezielt mit größeren Patientengruppen untersuchen.
Die Aufnahme von Polyphenen mit der Ernährung kann einen Vorteil für Frauen mit PCOS bieten, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien. Die Studienübersicht fand Verbesserungen von luteinisierendem Hormon und Prolaktin, sowie Vorteile für Insulinspiegel, Fettstoffwechsel und Entzündungsprozesse. Aufgrund der Heterogenität der Studien, der Vielfalt möglicher Polyphenole und der Symptombilder von Frauen mit PCOS warnen die Wissenschaftler jedoch davor, zu viel zu erwarten.
Eine Netzwerk-Metaanalyse über randomisiert-kontrollierte Studien fand eine Verbesserung des Lipidprofils, Geschlechtshormon-Spiegel, Entzündungsmarker und oxidativen Stress bei PCOS mit Nahrungsergänzungen. Die Rangliste der Analyse wurde je nach Effekt von Chrom, Omega-3-Fettsäuren, Inositol und Soya-Isoflavonen angeführt.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 25 Studien fand, dass Nahrungsergänzungen mit Spurenelementen einen wertvollen Beitrag bei PCOS leisten können. Speziell Chrom und Selen schienen nach dieser Analyse einen messbaren Unterschied bei PCOS mit Blick auf den Glukose- und Fettstoffwechsel sowie oxidativen Stress zu machen.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie über 8 Wochen mit 97 Teilnehmerinnen mit PCOS und metabolischem Syndrom fand, dass eine Nahrungsergänzung mit Knoblauch positive Effekte auf Blutzucker, Blutfette und Entzündungsmarker sowie sexuelle Funktion und Lebensqualität hatte.
Ein Salbeiextrakt konnte in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 70 Teilnehmerinnen signifikant den Triglyzeridspiegel und oxidativen Stress bei Frauen mit PCOS senken. Salbei könnte somit womöglich eine ergänzende Behandlungsoption darstellen, um das metabolische und oxidative Ungleichgewicht bei PCOS positiv zu beeinflussen.
Salbei-Extrakt, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie über 8 Wochen mit 70 Teilnehmerinnen, kann einen wichtigen Beitrag zur Regulierung der Triglyzerid-Spiegel sowie des oxidativen Stresses bei dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leisten. Die Studie sieht Salbei somit als eine mögliche ergänzende Therapieoption, die in weiteren Studien geprüft werden sollte.
Eine Nahrungsergänzung mit Leinsamen über 12 Wochen, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 70 Teilnehmerinnen, kann einen Beitrag bei PCOS leisten. Speziell verbesserte sich der FSH-Spiegel sowie das Verhältnis LH/FSH. Weitere Studien sollten diesen Effekt prüfen und mögliche Mechanismen untersuchen.
Leichtes Fasten als Diättherapie, besonders ergänzt durch Leinsamenpulver, kann einen positiven Beitrag zu PCOS mit Unfruchtbarkeit mit Blick auf Stoffwechsel und Geschlechtshormonspiegel leisten, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 104 Teilnehmerinnen. Langfristige Studien müssen klären, ob eine solche Intervention einen relevanten Beitrag bei unerfülltem Kinderwunsch leisten kann.
Eine Metaanalyse über 6 Studien mit zusammen 248 Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) fand keinen signifikanten Einfluss einer Magnesium-Supplementierung auf verschiedene Herz-Kreislauf-Risikofaktoren und hormonelle Parameter bei Frauen mit PCOS.