Eine Metaanalyse von 23 Studien konnte zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen mit Krebs eine Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie entwickeln könnte. Identifizierte Risikofaktoren deuten darauf, dass ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und guter Kontrolle von Stoffwechselerkrankungen einen Beitrag zur Risikoreduktion leisten könnte. Die Autoren plädieren zudem für frühzeitiges Screening zur Verbesserung von Behandlungsergebnissen und Lebensqualität der Betroffenen.
Wissenschaftler untersuchten in einem systematischen Review mit Metaanalyse den Einfluss der Hormontherapie zur Behandlung von Prostatakrebs auf Herzstruktur und -funktion. Während der Hormontherapie konnten Veränderungen festgestellt werden, die auf eine leichte Beeinträchtigung der Herzfunktion mit reduzierter Pumpkraft hinweisen. Weitere Studien sind nötig, um diese Ergebnisse zu prüfen.
Öl-Akupressur, sanfte Akupressur und Akupunktur eigneten sich besonders, um krebsbedingte Fatigue zu reduzieren. Dies verdeutlichte eine Netzwerk-Metaanalyse, die verschiedene Formen der Akupunkturpunkt-Stimulation miteinander verglich.
Bluthochdruck erhöhte zwar nicht das Rückfallrisiko solider Tumoren im Allgemeinen, wohl aber das Rückfallrisiko speziell bei Darmkrebs. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 13 Beobachtungsstudien.
Ein internationales Wissenschaftlerteam hat untersuchte, wie Taillenumfang und körperliche Aktivität das Krebsrisiko beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass ein hoher Taillenumfang das Krebsrisiko erhöht, selbst bei ausreichender körperlicher Aktivität. Geringe körperliche Aktivität erhöht ebenfalls das Krebsrisiko, auch bei schlanker Taille. Als Maß für Taillenumfang und körperliche Aktivität wurden die WHO-Empfehlungen herangezogen.
Ein systematischer Review mit qualitativer Analyse über 6 Studien fand, dass Cannabinoide vielversprechend für Appetitsteigerung und Gewicht bei älteren Personen mit Anorexie und Krebserkrankungen sind. Größere Studien müssen das tatsächliche Potential sowie Risiken speziell in Bezug zu möglichen Wechselwirkungen mit Krebstherapien evaluieren.
Krebsüberlebende sind häufiger von Nierensteinen betroffen als Personen ohne Krebserkrankung. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer seriellen Querschnittsanalyse. Das Risiko unterschied sich je nach Krebsart.
Wissenschaftler analysierten die Daten von mehr als 58 000 Männern, die mindestens 65 Jahre alt waren. Sowohl Metformin als auch eine Testosteronersatztherapie gingen bei älteren Männern mit einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einher. Der schützende Effekt war bei Metformin deutlicher.
Eine externe Strahlentherapie ging im Vergleich zu einer radikalen Prostatektomie mit einem größeren Risiko für Blasen- und Enddarmkrebs einher. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam bei der Analyse der Daten von mehr als 250 000 Prostatakrebs-Patienten.
Eine Metaanalyse über 14 Studien und 3 681 medizinschen Cannabis-Nutzern fand eine Prävalenz der Cannabiskonsumstörung von 25 % – vergleichbar hoch zu der bei regelmäßigen Freizeitkonsumenten.
Wissenschaftler untersuchten, wie das Selbstbild von Männern mit einer Prostatakrebsdiagnose in der Vergangenheit mit deren Gesundheitszustand zusammenhängt. Sie stellten fest, dass Männer, die sich als „Opfer“ oder „Krebsüberlebender“ (negativ konnotierte Begriffe) bezeichneten, häufiger von starker Einsamkeit bzw. Begleiterkrankungen und depressiven Symptomen betroffen waren.
Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs hatten ein geringeres Risiko für eine erektile Dysfunktion, wenn die minimal-invasive radikale Prostatektomie durch einen Roboter assistiert wurde (RARP). Dies war das Ergebnis einer Metaanalyse von 13 Studien.
Eine Metaanalyse über 6 Studien mit 6 593 Prostatakrebs-Patienten fand, dass akute Toxizität der Prostatakrebs-Radiotherapie statistisch signifikant mit späten Toxizitäten und reduzierter Lebensqualität der Patienten assoziiert ist. Die Daten unterstützen daher Maßnahmen zur Reduktion akuter Nebenwirkungen der Bestrahlung sowie Studien, die ermitteln, ob dies auch spätere Toxizitäten reduzieren kann.