Ustekinumab ist in Deutschland für die Behandlung von chronischen Darmentzündungen zugelassen. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass die Ustekinumab-Konzentration im Blut von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn mit steigender Dosis des Wirkstoffes anstieg und nicht durch klassische Immunmodulatoren beeinflusst wurde. Die Ustekinumab-Konzentration im Blut des Patienten stand im Zusammenhang mit dessen Wirksamkeit.
Adalimumab ist ein TNF-Hemmer, der sich bei der Behandlung von Morbus Crohn bereits bewährt hat. Wissenschaftler untersuchten in der vorliegenden Studie, ob die Konzentration von Adalimumab im Blut der Patienten mit dem Erreichen einer Ruhephase im Zusammenhang stand. Sie stellten fest, dass Adalimumab-Konzentrationen über 8,5 µg/ml die Chancen auf eine Ruhephase erhöhten.
Es kommt nicht selten vor, dass Adalimumab im Laufe der Zeit seine Wirkung verliert. Diesem Wirkungsverlust könnte zumindest ein Stück weit mit einer Erhöhung der Dosis begegnet werden. Zu diesem Ergebnis kam eine kleine Studie.
Fisteln können als Komplikationen von Morbus Crohn auftreten und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Adalimumab kann bei Erwachsenen mit Morbus Crohn gegen Fisteln helfen. Die vorliegende kleine Studie zeigte, dass dies auch bei Kindern der Fall war.
Kinder mit neu diagnostiziertem mittelschweren bis schweren Morbus Crohn konnten davon profitieren, wenn sie Infliximab als Erstlinientherapie erhielten. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei einem Vergleich mit der konventionellen Behandlung.
Immer mehr Menschen sind übergewichtig. Dass sich dieses negativ auf die Wirkung von Biologika auswirken kann, zeigten Forscher in der hier vorgestellten Studie. Sie fassten Studien, die sich mit der Wirkung von Biologika bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen bei übergewichtigen Patienten befasst haben, zusammen und werteten die Daten neu aus. Es zeichnete sich das Bild ab, dass Übergewicht speziell die Wirksamkeit von TNF-Hemmern reduziert.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vedolizumab bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) konnte nun in einer umfassenden Metaanalyse mit 88 Studien aufgezeigt werden.
Vedolizumab ist ein innovativer Wirkstoff, der bei einer mittelschweren bis schweren chronischen Darmentzündung eingesetzt wird. Da der Wirkstoff spezifisch im Darm wirkt, untersuchten Wissenschaftler in der vorliegenden Studie, ob er auch bei Gelenkbeschwerden, die bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht selten auftreten, helfen kann. Sie stellten fest, dass es diesbezüglich Unterschiede zwischen Patienten mit Morbus Crohn und Patienten mit Colitis ulcerosa gab.
Oftmals geht Morbus Crohn auch mit Krankheitssymptomen außerhalb des Darms einher. Adalimumab könnte Betroffenen helfen. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Adalimumab konnte nämlich mehr Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn von Krankheitssymptomen außerhalb des Darms befreien als ein Placebo. Außerdem sorgte Adalimumab im Vergleich zu einem Placebo für eine schnellere und langanhaltendere Linderung.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Ustekinumab zur Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa wurde bereits in klinischen Studien nachgewiesen, aber es liegen bisher nur wenige Daten aus der Praxis vor. Ziel einer aktuellen Studie war es, die Wirksamkeit und Sicherheit von Ustekinumab in einer Real-World-Kohorte mit therapieresistenten Colitis ulcerosa-Patienten zu bewerten.
Wissenschaftler untersuchten, wie sicher TNF-Hemmer für werdende Mütter und deren Kinder sind, wenn sie während der Schwangerschaft angewandt werden. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass TNF-Hemmer das Risiko für Komplikationen bei der Mutter erhöhten, nicht aber das Infektionsrisiko für das Neugeborene.
Bei vielen Medikamenten ist unsicher, ob sie auch in der Schwangerschaft unbedenklich angewandt werden können – das gilt auch für Ustekinumab. Spanische Wissenschaftler stellten einen Fall vor, bei dem eine Morbus Crohn-Patientin während der Schwangerschaft mit Ustekinumab behandelt wurde. Die Frau brachte einen gesunden Jungen zur Welt und blieb von Krankheitsschüben verschont.
Medizinisches Personal ist täglich vielen Krankheitserregern ausgesetzt. Für Patienten mit einer chronischen Darmentzündung kann das schwerwiegende Folgen haben. So zeigte die vorliegende Studie, dass Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ein höheres Risiko für Tuberkulose hatten, wenn sie in der Gesundheitspflege arbeiteten. Das Risiko für allgemeine schwere Infektionen war jedoch nicht erhöht.