Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, die bereits eine Therapie hinter sich hatten, konnten davon profitieren, wenn sie zusätzlich zu TAS-102 Bevacizumab bekamen. Im Vergleich zur Monotherapie mit TAS-102 ging die Kombinationstherapie mit einer Verbesserung des Gesamtüberlebens, des progressionsfreien Überlebens, der Ansprechrate und der Krankheitskontrollrate einher. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 9 Studien.
Hautmetastasen von Darmkrebs sind selten, sollten aber als wichtiger Hinweis auf eine aggressive Erkrankung verstanden werden, die eine rasche Behandlung der Metastasen erfordern, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Analyse über Nachbeobachtungsdaten zu 62 Patienten. Demnach kann die Metastasen-Behandlung einen wichtigen Unterschied im Überleben der Patienten machen.
Eine Prähabilitation kann das Risiko postoperativer Komplikationen bei gebrechlichen Darmkrebs-Patienten signifikant senken kann, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien. Die begrenzte Studienlage deutet dabei auf womöglich bessere Ergebnisse, wenn nicht ausschließlich sportliche Übungen genutzt werden.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie der Phase 3 mit weltweit 1 550 Darmkrebs-Patienten fand, dass die tägliche Einnahme von 200 mg Acetylsalicylsäure über 3 Jahre nach vollständiger Standardbehandlung (Resektion und adjuvante Therapie mit Chemotherapie) gut vertragen wurde, aber keinen signifikanten Vorteil für das krankheitsfreie Überleben brachte.
Das Diabetes-Medikament Metformin könnte Darmkrebs-Patienten während einer Chemotherapie mit Oxaliplatin vor Neuropathien schützen. Hinweise darauf lieferte die vorliegende Studie. Neuropathien sind eine sehr häufige Nebenwirkung von Oxaliplatin und können den Alltag der Betroffenen stark einschränken.
Prehabilitationsprogramme können bei Krebspatienten signifikante Verbesserungen der körperlichen Funktionsfähigkeit erzielen, wie ein systematischer Review mit Metaanalyse von 27 randomisierten kontrollierten Studien zeigt. Diese Vorteile erstrecken sich offenbar auf verschiedene Krebsarten. Die Autoren plädieren dafür, Prehabilitationsprogramme mit mindestens einer sportlichen Komponente in den Behandlungsplan zu integrieren.
Eine multimodale Behandlung bietet die beste Chance auf Überleben für Darmkrebs-Patienten mit Lungenmetastasen, fand ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 11 Studien. Verschiedene kombinierte therapeutische Strategien können demnach je nach konkretem Krankheitsbild zusätzliche Vorteile bringen.
Heutzutage ist es Standard, Patienten mit Enddarmkrebs (Rektumkrebs), deren Erkrankung „lokal fortgeschritten“ ist, vor der operativen Entfernung des Tumorgewebes mit einer Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie zu behandeln (wird als Chemoradiotherapie bezeichnet).
Etwa 15 % aller Darmkrebspatienten sind von Lungenmetastasen betroffen. Metastasen sind Tochtergeschwulste, die entstehen, wenn die Krebskrankheit fortgeschritten ist und sich die Krebszellen vom Ursprungstumor gelöst haben und ich andere Körpergewebe gewandert sind.
Patienten mit Darmkrebs, dessen Tumor mithilfe einer Operation entfernt wurde, werden unter Umständen nach der Operation mit einer ergänzenden Therapie behandelt. Diese ergänzende Therapie wird fachsprachlich als adjuvante Therapie bezeichnet. Eine adjuvante Therapie kann z. B. in Form einer Strahlentherapie, einer Chemotherapie oder einer Hormontherapie erfolgen.
Eine Phase-III-Studie ermittelte, ob eine neoadjuvante Chemotherapie (CAPOX) statt der üblichen Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Enddarmkrebs eingesetzt werden kann. Pathologische Ansprechrate und Downstaging-Rate waren vergleichbar, Chemotherapie allein war jedoch mit geringerem Risiko für perioperative Metastasen, postoperative Komplikationen und Notwendigkeit eines präventiven künstlichen Darmausgangs verbunden.
Bei Darmkrebs mit inoperablen Lebermetastasen kann eine systemische Therapie den Tumor verkleinern, bevor eine lokale Behandlung in Frage kommt. Die optimale Kombination aus Chemotherapie und zielgerichtetem Wirkstoff ermittelte eine Phase-III-Studie mit Patienten mit rechtsseitigem Darmkrebs oder RAS bzw. BRAF-V600E-Mutation sowie mit Patienten mit linksseitigem Tumor ohne Mutation.
In einer prospektiven Kohortenstudie wurde der Einfluss von körperlicher Aktivität vor dem Auftreten eines Rezidivs bei Patienten mit Stadium-III-Darmkrebs untersucht. Die Studie zeigte eine deutlich höhere Gesamtüberlebensrate bei Patienten, die vor und während der postoperativen Chemotherapie aktiver waren. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich mehr körperliche Aktivität positiv auf das Ausmaß der Metastasierung auswirkt.