Für das Überleben bei Darmkrebs ist es enorm wichtig, dass dieser früh erkannt wird. Dennoch verzichten die meisten Menschen bei Warnzeichen für Darmkrebs auf einen Arztbesuch, wie die vorliegende dänische Studie zeigte. Die Gründe dafür waren unterschiedlich. Die meisten befürchteten, die Zeit des Arztes zu vergeuden, oder waren zu beschäftigt, um sich Zeit für den Arztbesuch zu nehmen.
Bestimmte Nahrungsmittel können sich auf das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, auswirken. Wissenschaftler verschafften sich zu dieser Thematik einen Überblick, indem sie mehrere Studien zusammenfassten. Dabei stellten sie fest, dass Obst, Gemüse, Vollkorn und Milchprodukte das Darmkrebs-Risiko reduzierten, während rotes und verarbeitetes Fleisch dieses erhöhten.
In einer Meta-Analyse von 23 Studien wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ausübung einer sitzenden Tätigkeit und der Erhöhung des Darmkrebsrisikos festgestellt. Die Autoren raten dazu, das Sitzen zu reduzieren.
In einer systematischen Literaturrecherche haben Wissenschaftler die Wirkung von oxidativen DNA-Schäden bei chronischer Darmentzündung als mögliche Ursache für Darmkrebs untersucht und ziehen Schlüsse über eine eventuelle Darmkrebs-Prävention mit Antioxidantien.
Sowohl Rauchen als auch das Trinken von Alkohol konnten das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen – und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Dies war das Ergebnis der vorliegenden Studie von Wissenschaftlern aus Südkorea.
Milchprodukte könnten vor Darmkrebs schützen. Dies zeigten Wissenschaftler in der vorliegenden Studie. Sie fanden heraus, dass Personen, die mehr Milchprodukte verspeisten, seltener an Darmkrebs erkrankten. Wurden spezielle Milchprodukte betrachtet, fiel auf, dass speziell fettarme Milch das Darmkrebs-Risiko reduzierte.
Acetylsalicylsäure (ASS), der Wirkstoff in Aspirin, kann sowohl das Herz-Kreislauf-Risiko als auch das Darmkrebs-Risiko senken. Forscher fanden heraus, dass es für die schützende Wirkung von ASS wichtig ist, dass die Dosis an das Körpergewicht angepasst wird. So schützte ASS in einer niedrigen Dosierung nur Patienten, die unter 70 kg wogen, vor Herz-Kreislauf-Komplikationen, während von einer höheren Dosierung nur die Personen profitierten, die mindestens 70 kg wogen.
Internationale Forscher untersuchten die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und dem Krebsrisiko anhand einer umfangreichen Datenbasis. Dabei zeigte sich: körperliche Aktivität schützte vor Darmkrebs und daran zu sterben. Ebenso senkt sie das Risiko für Brustkrebs.
Patienten, die bestimmte Darmbakterien im Blut hatten, hatten ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Dies fand die vorliegende Studie heraus. Patienten, bei denen die entsprechenden Bakterien im Blut festgestellt wurden, sollten somit auf Auffälligkeiten im Darm untersucht werden.
In der vorliegenden Studie stellten Wissenschaftler aus den USA fest, dass ungefähr einer von vier Patienten mit Darmkrebs im Alter von unter 50 Jahren eine Keimbahnmutation trug, die mit der Entstehung von Krebs zusammenhängt. Doch nur bei etwa der Hälfte dieser Patienten ließ sich dieses anhand von Krankheitsfällen in der Familie vermuten.
Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl wird üblicherweise bei der Darmkrebsvorsorge durchgeführt. Verstecktes Blut im Stuhl gibt nämlich Hinweise auf einen bestehenden Darmkrebs. Forscher fanden jedoch heraus, dass Personen mit verstecktem Blut im Stuhl nicht nur ein erhöhtes Risiko hatten, an Darmkrebs zu sterben, sondern auch ein erhöhtes Risiko aufwiesen, an diversen anderen Erkrankungen zu sterben.
Werden während einer Darmspiegelung Darmpolypen entdeckt, wird dem Betroffenen empfohlen, die nächste Vorsorgeuntersuchung bereits früher wahrzunehmen, da bei ihnen von einem größeren Darmkrebs-Risiko ausgegangen wird. Forscher fanden nun heraus, dass nicht jeder Polyp das Darmkrebs-Risiko erhöht.
Für die Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung unverzichtbar. Forscher zeigten, dass sich hierfür ein Gerät mit drei Kameras besser eignete als ein Gerät mit einer Kamera. Das größere Sichtfeld, welches durch zwei zusätzliche seitliche Kameras erzeugt wurde, führte nämlich dazu, dass mehr Krebsvorstufen entdeckt wurden.