Eine Post-Hoc-Analyse einer beobachtenden, prospektiven Multizentrenstudie unterstützte Brodalumab als wertvolle langfristige Behandlung in der Alltagspraxis bei verschiedenen Patientenuntergruppen mit Psoriasis. Demnach profitieren auch Patienten mit Übergewicht oder Adipositas, solche mit besonders belastenden betroffenen Körperstellen und Ältere. Ebenso war die Wirksamkeit sowohl bei Patienten gegeben, die zuvor keine Biologika erhalten hatten, als auch bei Biologika-erfahrenen Patienten.
Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 84 Studien fand, dass Psoriasis-Behandlungen mit Biologika gegen IL17 (speziell Ixekizumab und Brodalumab) sowie Infliximab (Anti-TNF-alpha) am wirksamsten Psoriasis-Symptome linderten. Anti-IL17-Antikörper erreichten jedoch eine vollständige oder fast vollständige Klärung der Haut (PASI90 oder PASI100) besser als andere Behandlungen. Die Therapiewahl solle jedoch weiterhin Patienten-zentriert erfolgen, so das Fazit der Autoren.
Eine Analyse von Real-World-Daten zeigte die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit von Brodalumab in der Alltagsbehandlung von 606 Psoriasis-Patienten über 3 Jahre.
Im systematischen Review mit Metaanalyse über 57 Studien mit insgesamt 28 424 Patienten zeigten sich häufig unerwünschte Ereignisse bei Behandlung mit Anti-IL-17-Biologika bei Patienten mit Psoriasis und PsA, die jedoch meist mild waren. Unterschiede zwischen einzelnen Wirkstoffen sollten in weiteren Studien untersucht werden.
Die Studie zeigte, dass die Interleukin-17-Hemmer effektiver sein könnten als die TNF-Hemmer, Ustekinumab oder Apremilast. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der beobachtete Zeitraum kurz (10 bis 16 Wochen) war. Die Wirkung über einen längeren Zeitraum könnte anders sein.
Die Studie zeigte, dass Brodalumab bei fettleibigen Patienten (BMI über 30) genauso wirksam sein könnte wie bei normalgewichtigen Patienten. Auch schien Brodalumab bei fettleibigen Patienten wirksamer zu sein als der Wirkstoff Ustekinumab.
Unter Brodalumab kam es zu einer schnellen und signifikanten Verbesserung bei Psoriasis-Arthritis im Vergleich zum Placebo. Auch die Verträglichkeit und das Sicherheitsprofil von Brodalumab waren gut. Damit könnte der Wirkstoff auch bei Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden.
Die Studie zeigte, dass die Interleukin-17-Hemmer effektiver sein könnten als die TNF-Hemmer, Ustekinumab oder Apremilast. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der beobachtete Zeitraum kurz (10 bis 16 Wochen) war. Die Wirkung über einen längeren Zeitraum könnte anders sein.
Die Interleukin-Hemmer Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab, Guselkumab und Tildrakizumab waren hocheffizient und wurden im Allgemeinen gut vertragen.
Brodalumab und Ustekinumab gehören beide zu der Gruppe der Biologika. Ustekinumab hemmt die Interleukine 12 und 23 und ist seit 2009 auf dem Markt, Brodalumab hemmt Interleukin-17 und ist erst seit 2017 zugelassen. Bei der Therapie der Psoriasis werden die beiden Wirkstoffe eingesetzt […]
Brodalumab ist seit 2017 zur Behandlung der Psoriasis zugelassen. Der Wirkstoff gehört zu den Biologika und hemmt Interleukin-17. Interleukin-17 ist ein Botenstoff des Immunsystems, der eine wichtige Rolle bei den Entzündungsreaktionen der Psoriasis spielt.
Die Hautläsionen und der damit verbundene Juckreiz können die Lebensqualität bei Psoriasis stark beeinträchtigen. Zur Verringerung der Krankheitsaktivität kann eine Basistherapie durchgeführt werden, die das Immunsystem unterdrücken und entzündliche Reaktionen verhindern soll.
Die Psoriasis ist eine entzündliche Hautkrankheit, die weltweit 2-3% Menschen betrifft. Die Ursache für die Entstehung der Psoriasis ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es eine genetische Veranlagung zur Ausprägung der Erkrankung gibt. Jedoch müssen meist weitere Faktoren hinzukommen, damit die Krankheit ausbricht. Bei der Psoriasis stehen autoimmunologische Prozesse im Vordergrund.