Für die untenstehenden Krankheitsbilder recherchieren wir die aktuellsten medizinischen Studien zu den neusten Therapien und Heilungsmethoden. Wir prüfen die Studien auf Relevanz und Evidenz, übersetzen sie und fassen sie kompakt zusammen.
Eine prospektive Kohortenstudie mit 313 Patienten mit Brustkrebs im Frühstadium fand, dass die gewebefreie Detektion von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) 2 Jahre nach adjuvanter Chemotherapie einen hohen prognostischen Wert für erneutes Wiederauftreten der Krebserkrankung hatte. Der Bluttest könnte somit ein hohes Risiko erkennen helfen und frühzeitige Interventionen ermöglichen.
Eine prospektive Kohortenstudie mit 313 Patienten mit Brustkrebs im Frühstadium fand, dass die gewebefreie Detektion von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) 2 Jahre nach adjuvanter Chemotherapie einen hohen prognostischen Wert für erneutes Wiederauftreten der Krebserkrankung hatte. Der Bluttest könnte somit ein hohes Risiko erkennen helfen und frühzeitige Interventionen ermöglichen.
Mit zeitlichem Abstand zur Chemotherapie stieg die Wahrscheinlichkeit für die Wiederherstellung der Ovarialfunktion. Insgesamt blieb die Wahrscheinlichkeit jedoch begrenzt. Dies war das Ergebnis einer Metaanalyse mit Daten von mehr als 10 000 prämenopausalen Frauen mit Brustkrebs.
Im Vergleich zu einer hohen Expression von Östrogenrezeptoren (ER) im Brusttumorgewebe war eine milde sowie moderate ER-Expression mit einem schlechteren Überleben assoziiert. Zu diesem Ergebnis kamen schwedische Wissenschaftler in einer landesweiten Kohortenstudie.
Das Projekt PRO B (Patient-Reported Outcomes bei Brustkrebs) beinhaltet eine App zur digitalen Begleitung von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Eine klinische Studie, an der 52 deutsche Brustkrebszentren teilnahmen, untersuchte Effekte der App-basierten Betreuung. Bei den Teilnehmerinnen konnten mit Nutzung der App und Kontakt zum Behandlungsteam eine Reduktion von Fatigue sowie eine Verbesserung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden.
Eine Photobiomodulation mit blauem und rotem LED-Licht kann nach einer prospektiven, quasi-experimentellen klinischen Studie mit 32 Frauen eine sichere, gut verträgliche und klinisch wirksame Behandlung zur Linderung von Vaginalschmerzen sein. Die Behandlung verbesserte die sexuelle Funktion von Frauen mit Brustkrebs in Hormontherapie signifikant und könnte damit eine vielversprechende therapeutische Option sein.
Die Analyse der patientenberichteten Ergebnisse von 874 Patienten in der klinischen Studie der Phase III EMBER-3 unterstützt vorherige Berichte zur Sicherheit des selektiven Östrogenrezeptor-Degraders Imlunestrant und zeigt ein vorteilhaftes Risikoprofil bei der Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs auf.
Die Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie (CIPN) ist eine häufige und belastende Nebenwirkung der Chemotherapie. In einer randomisierten, kontrollierten Studie mit 200 Brustkrebspatientinnen konnte die Kühlung der Hände und Füße während der Chemotherapiesitzung CIPN reduzieren.
Das Ausschalten der Ovarien als wichtigster Quelle für Östrogene kann bei Frauen mit frühem Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs die Prognose verbessern. Eine Metaanalyse von 23 Studien, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet publiziert worden ist, untersuchte, für welche Patientinnen, welche Tumoreigenschaften und welche Behandlungsformen dies gilt.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien und 2 808 Patienten fand, dass orale, selektive Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) klinisch bedeutsame Vorteile im Vergleich zu einer Hormontherapie ohne SERD bei der Behandlung von hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs mit endokriner Progression bieten. Die größten Effekte mit besonders konsistenten Ergebnissen boten sich bei ESR1-mutierten Erkrankungen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 4 randomisiert-kontrollierte Studien mit 857 Patienten fand, dass das Psychopharmakon Olanzapin signifikant zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei einer Brustkrebs-Chemotherapie beitragen kann. Als Nebenwirkung kam es häufiger zu Sedierung, insgesamt wurde die Behandlung jedoch gut vertragen. Gezielte Studien mit besserem Design wären allerdings wünschenswert, so das Fazit.
Wie effektiv übliche Behandlungsmuster bei metastasierendem Brustkrebs bei jüngeren versus älteren Patienten sind, untersuchte eine retrospektive Multizentren-Analyse über 1 629 Patienten. Demnach haben ältere Patienten unter 80 Jahren vergleichbare Behandlungsvorteile von systemischen Therapien zu jüngeren Personen. Älteren Personen mit Brustkrebs sollte demnach, so das Fazit der Autoren, nicht nur aufgrund des chronologischen Alters eine Behandlung vorenthalten werden.
In einem systematischen Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 17 randomisiert-kontrollierte klinische Studien mit zusammen 2 192 Patienten senkten topisches Diclofenac, Silymarin, Pyridoxin (400 mg) und Celecoxib signifikant die Inzidenz eines Hand-Fuß-Syndroms aber Grad 2 im Rahmen einer Chemotherapie. Diclofenac und Celecoxib waren zudem effektiv zur Reduktion der gesamten Inzidenz des Hand-Fuß-Syndroms.