Aktive Überwachung wird vermehrt auch bei Prostatakrebs mit mittlerem Risiko eingesetzt. In einer Metaanalyse wurde nun die Sicherheit dieses Verfahrens untersucht und mit den Ergebnissen der aktiven Überwachung bei Niedrig-Risiko-Prostatakrebs verglichen. Die Analyse zeigte bei beiden Risikostufen eine ähnlich lange Zeit, bis eine Therapie eingesetzt wurde. Jedoch trat bei Patienten mit mittlerem Risiko ein deutlich höheres Risiko für Metastasen und Tod auf. Bessere Ergebnisse wurden bei Patienten mit geringem Tumorvolumen erreicht.
Männer mit einem hormonsensitiven, oligometastasierten Prostatakrebs ließen ihre Metastasen gezielt bestrahlen. Wissenschaftler untersuchten den Krankheitsverlauf dieser Patienten.
Gerade bei einer geplanten Hormontherapie ist es wichtig, das Herz-Kreislauf-Risiko des Patienten im Blick zu haben. Wissenschaftler stellten einen Fall vor, bei dem ein Prostatakrebs-Patienten ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko aufwies. Dieses erhöhte Risiko wurde nach der Empfehlung einer US-amerikanischen Leitlinien medikamentös gesenkt.
Positive Schnittränder nach der Prostatakrebs-Operation erhöhten für die Betroffenen das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben. Dies stellten chinesische Wissenschaftler in der vorliegenden Meta-Analyse fest.
Je nach Stadium der Prostatakrebserkrankung wirkten sich verschiedene Behandlungsoptionen positiv auf die gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Patienten mit einem fortgeschrittenen Prostatakrebs aus. Dies stellte ein europäisches Forscherteam in einem systematischen Review fest.
Wissenschaftler verglichen in der vorliegenden Studie das Überleben von Prostatakrebs-Patienten, die sich entweder operieren oder bestrahlen ließen. Laut der Studienergebnisse hatte diesbezüglich die Operation die Nase vorn.
Manche Patienten bereuten, sich für eine fokale HIFU-Therapie entschieden zu haben. Das traf vor allem auf Patienten mit einem Krankheitsrückfall zu. Eine gute Aufklärung ist wichtig, um falsche Erwartungen zu reduzieren.
65 Experten bildeten einen Konsens über die Nachsorgen bei fokalen Prostatakrebs-Therapien. Sie empfehlen, zu bestimmten Zeitpunkten PSA-Tests, MRTs, Biopsien und Bewertungen der funktionellen Ergebnisse durchzuführen.
Die vorliegende Studie zeigte, dass es wichtig ist, dass sich Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakrebs bei der Therapiewahl beteiligen. Dies reduzierte nämlich unerfüllte Erwartungen, die wiederum mit dem Bereuen der Therapiewahl zusammenhingen.
Wissenschaftler untersuchten in einer kleinen Studie die Sicherheit und Wirksamkeit der fokalen Laserablation bei einem lokal begrenzten Prostatakrebs. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Behandlung eine moderate Wirksamkeit zeigte und keine langfristigen Auswirkungen auf die Harn- und Sexualfunktion hatte.
Wenn der PSA-Wert 28-60 Tage nach Beginn der neuartigen Hormontherapie (mit Abirateronacetat oder Enzalutamid) um mindestens 50 % sank, hatten die Patienten mit einem kastrationsresistenten, metastasierenden Prostatakrebs eine bessere Prognose. Zu diesem Ergebnis kamen italienische Wissenschaftler in der vorliegenden Studie.
Patienten mit einem nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakrebs hatten einen Überlebensvorteil, wenn sie zusätzlich zur klassischen Hormontherapie Enzalutamid statt eines Placebos bekamen. Die Studie bestätigte somit, dass Patienten mit einem kastrationsresistenten Prostatakrebs schon vor Auftreten von Metastasen von diesem Wirkstoff profitieren konnten.
Patienten mit einem hormonsensitiven, metastasierten Prostatakrebs, die zusätzlich zur klassischen Hormontherapie Abirateronacetat bekamen, zeigten günstigere PSA-Verläufe, die wiederrum mit einer besseren Prognose der Patienten einhergingen. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam in der vorliegenden Studie.