Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Erkrankt ein Kind an Krebs, ist dies eine große Belastung für die gesamte Familie. Psychosoziale Interventionen, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 21 Studien, können bei Eltern krebskranker Kinder signifikant Ängste, Depression und Stress reduzieren sowie die Lebensqualität verbessern helfen.
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Wurde bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) häufiger im Krankheitsverlauf Übergewicht oder Adipositas festgestellt, waren Sterberisiko und Rückfallrisiko signifikant erhöht, fand eine prospektive Kohortenstudie mit 794 jungen Patienten. Interventionen zum nachhaltigen Gewichtsverlust wären demnach bei ALL in der Kindheit von großer Bedeutung.
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Gebrechlichkeit schließt bei älteren Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) mittlerweile nicht mehr wie früher den Beginn einer Erstlinienbehandlung aus, zeigte eine Fall-Kontroll-Studie auf Basis von Daten aus Krankenversichungsdatenbanken. Neuere Therapieansätze ermöglichen demnach eine Behandlung der Leukämie auch für weniger belastbare Patienten.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Eine Behandlung der chronisch-myeloischen Leukämie (CML) mit Imatinib über 6 Monate hatte keinen generellen nachteiligen Einfluss auf das Schilddrüsenvolumen, fand eine longitudinale Fall-Kontrollstudie mit je 50 Patienten und Kontrollen. Allerdings war das Schilddrüsenvolumen bei männlichen Patienten signifikant nach 6 Monaten Behandlung reduziert. Demnach scheint eine regelmäßige Untersuchung der Schilddrüse bei CML-Patienten in Behandlung mit Imatinib sinnvoll zu sein.
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Eine retrospektive Analyse über 508 junge Patienten mit Hodgkin-Lymphom fand, dass Verzögerungen in der Zeit bis zum Behandlungsbeginn nicht mit Unterschieden im Sterberisiko assoziiert waren.
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Die Venetoclax-basierte Therapie über 6 und mehr Zyklen ist nach einer retrospektiven Analyse über 40 Patienten wirksam und sicher bei akuter myeloischer Leukämie (AML) anwendbar. Manche Patienten erreichten anhaltende Remission. Die Behandlung stellt demnach, so das Fazit, eine machbare Erhaltungstherapie bei AML dar.
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In einem systematischen Review mit Metaanalyse über 12 randomisierte, kontrollierte Studien mit 639 Patienten wurden die Effekte von Widerstandstraining auf die Muskelkraft, Muskelmasse und körperliche Funktion bei Menschen mit sekundärer Sarkopenie untersucht. Das Widerstandstraining verbesserte die Handgriffkraft und den Skelettmuskelmassenindex signifikant, hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Gehgeschwindigkeit.
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Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass eine proteinreiche Nahrungsergänzung den Gewichtsverlust während einer Krebstherapie verringern könnte. Die Nahrungsergänzung verbesserte zudem die Muskelkraft und reduzierte die Krankenhauseinweisungsrate, jedoch wurde die Qualität der bisherigen Studien bemängelt.
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Eine aktuelle Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Adipositas bei Krebsdiagnose und dem ereignisfreien Überleben sowie dem Gesamtüberleben bei Kindern in Kanada. Es wurden 11 291 Kinder eingeschlossen, von denen 10,5 % bei Diagnose adipös waren. Adipositas war mit schlechteren Überlebensraten assoziiert, insbesondere bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie und/oder Tumoren des zentralen Nervensystems.
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Eine CAR-T-Zell-Therapie kann eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit refraktärem Mantelzelllymphom oder nach Rückfall sein, mit behandelbaren unerwünschten Reaktionen, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 16 Studien mit 984 Patienten.
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Eine Studie in den USA untersuchte den Zusammenhang zwischen PFAS im Trinkwasser und der Krebsinzidenz von 2016 – 2021. PFAS im Trinkwasser war mit höheren Raten von verschiedenen Krebsarten, einschließlich Mundhöhlen-/Rachenraumkrebs, verbunden. Es wurden zudem geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet.
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Adipositas ist kein Risikofaktor für eine Chemotherapie- oder Trastuzumab-assoziierte Kardiotoxizität, zeigte eine retrospektive Datenanalyse über 368 Patienten mit Brustkrebs oder Lymphom. Stattdessen waren Arrhythmien in der Vorgeschichte relevant.
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Blinatumomab könnte nach einem systematischen Review mit Metaanalyse über 7 Studien eine sichere und wirksame Behandlungsoption bei ALL-Rückfall nach Stammzelltransplantation sein – die langfristige Wirksamkeit ist jedoch immer noch eine große Herausforderung. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wie Zytokinfreisetzungssyndrom und neurologische Ereignisse traten selten auf und waren zu managen, berichteten die Autoren.
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