Neues aus Forschung und Wissenschaft

Demenz / Alzheimer

Zu folgenden Themen finden Sie Aktuelles aus Forschung und Wissenschaft:

Aktuelles Thema:

Aktuelle Studien

Demenz geht häufig mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Miktionsstörung) einher. In Taiwan wird oft die traditionelle chinesische Medizin (TCM) für dieses Problem eingesetzt. Klinisch oder in Pflegeheimen weltweit werden dagegen eher Katheter gelegt, die allerdings das Risiko für Harnwegsinfektionen oder Verletzungen der Harnröhre erhöhen.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Alzheimerpatienten führen zum Teil verlangsamt Augenbewegungen durch, treffen Ziele weniger genau mit dem Blick, und korrigieren diese Fehler anschließend seltener als Gesunde. Dr. Pavisic vom Demenzforschungszentrum des University College in London untersuchte daher mit ihren Kollegen, ob auch bei jung erkrankten Demenzpatienten Augenbewegungsmessungen mit den üblichen Tests zur Denkleistung bei Demenz übereinstimmten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Kann eine Gehirnerschütterung, selbst wenn sie massiv war, als Risikofaktor für eine spätere Alzheimerdemenz gelten? Dr. Weiner und Kollegen 2017 berichteten nun in der Fachzeitschrift Alzheimer’s & Dementia: Translational Research & Clinical Interventions ihre Untersuchung von ehemalig im Vietnam aktiven Kriegsveteranen mit mindestens einer traumatischen Gehirnverletzung.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Wenn künstlich hergestellte, extrem kleine Substanzen, die sogar Zellwände durchdringen können, Nanopartikel genannt, auf Proteine im Blut treffen, können sie diese an sich binden und daraus einen umhüllenden Kranz, eine Corona, bilden. Die Wissenschaftler um Dr. Mahmoudi, Direktor des NanoBio-Interaktionen-Labors im Nanotechnologie Forschungszentrum im iranischen Tehran, untersuchten in einer internationalen Kooperation, ob eine Nano-Corona krankheitstypische Proteine zur Erkennung von Alzheimer und Multipler Sklerose binden könnte.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Exekutive Funktionen, die gerade bei Demenz häufig frühzeitig beeinträchtigt sein, nennt man die geistigen Prozesse, mit denen wir planvoll mit unserer Umwelt interagieren – wenn wir im Tischtennisspiel den nächsten Ball gut platzieren wollen, müssen wir unsere Schlägerhaltung, das Verhalten des Gegenspielers und die Flugbahn des Balls mit einberechnen. In diesem Fall müssen wir uns auch auf immer neue Gegebenheiten einstellen und adaptieren, unsere Fähigkeiten bleiben ‚offen‘ für Neues.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Proteine, die möglicherweise krankmachende Substanzen oder Partikel erkennen und dem Abwehrsystem ihre Anwesenheit mitteilen können, nennt man auch Antikörper oder Immunglobuline. Die Studie von amerikanischen Forschern um Prof. Aisen, Gründungsdirektor des Alzheimertherapie-Forschungszentrum in San Diego, Kalifornien, untersuchte nun, ob Immunglobuline als mögliche Behandlung für milde bis moderate Alzheimerdemenz eingesetzt werden könnten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein weiterer Hoffnungsträger bei der Alzheimerbehandlung fällt nun doch leider durch. Das experimentelle Medikament Intepiridin führte bei Alzheimerpatienten nicht zu Verbesserungen in Denkleistung oder Alltagsfähigkeiten bei einer Behandlung mit 35 mg Intepirdin von 24 Wochen, begleitend zu Donepezil. Dies teilte das Pharmastartup Axovant Sciences, mit Studiendirektor Dr. Lombardo, am 26.9.2017 mit und erlitt im Anschluss eine massive Abwertung an der Börse.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Bei Hunden gibt es interessanterweise eine Erkrankung die der menschlichen Alzheimerdemenz sehr ähnlich ist. Unsere Hunde in der Forschung als Patientengruppe mit einzubeziehen, ist da ein ebenso innovativer wie naheliegender Gedanke. Dr. Hadley von der klinischen Forschungsabteilung einer Vitamin- und Nahrungsmittelergänzungsfirma in Columbia (Maryland) in den USA untersuchte nun mit seinen Kollegen den Effekt von Omega-3-Fettsäuren bei alternden Beagle-Hunden mit Wahrnehmungs- und Gedächtnistests.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Wie auch bei den Menschen, haben die Fortschritte in medizinischer Versorgung und verbesserter Ernährung auch bei Hunden, die mit Menschen leben (sogenannte Partnerhunde), zu einem deutlich verlängerten Leben geführt. Auch bei ihnen tauchen damit inzwischen vermehrt auch Alterserscheinungen und alterstypische Erkrankungen auf. Um zu ermitteln, ob Hunde ähnlich wie Menschen altern, untersuchten die Altershundeforscher um Dr. Alexander vom WALTHAM-Zentrum für Tiernahrung in Großbritannien Anzeichen für Entzündungen und oxidativen Stress im Blut der Tiere.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Viele ältere Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. In früheren Querschnittsstudien hat sich dabei eine Überlappung mit dem Abbau der Denkleistungsfähigkeit gezeigt. Allerdings ist es bisher nicht klar, ob sich ein Zusammenhang in der Gesamtbevölkerung auch langfristig wiederfinden lässt. Die Forscher um Dr. Whitlock an der University of California in San Francisco fragten nun, ob es einen Zusammenhang zwischen Dauerschmerz, als möglichem Anzeichen für chronischen Schmerz, und beschleunigtem geistigen Verfall bei älteren Patienten gibt.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Wirken Medikamente zur Stabilisierung der Diabetes auch vorbeugend gegen Demenz? Und sind dabei manche Medikamente wirksamer als andere? Dieser Frage gingen nun in einer rückblickenden, also retrospektiven, Studie Dr. Orkaby, auf Alterungsprobleme spezialisierte Ärztin in Boston, Massachusetts, und ein Team von Wissenschaftlern nach.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Bisher konzentrierte sich die Suche um Therapieansätze für Demenzerkrankungen auf Patienten im fortgeschrittenen Stadium und meistens in höherem Lebensalter. Dies liegt vor allem daran, dass eine Forschungsstrategie vor etwa 30 Jahren aufgestellt wurde. Damals wurden Teile des Bauplans unserer Zellen, bestimmte Gene, als möglicherweise in die Krankheit involviert angenommen.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Zwar wächst das Interesse an Roboterunterstützung in Therapien in der Demenzpflege seit Jahren. Allerdings sind das beste Anwendungsgebiet und der genaue Vorteil eines Roboters bisher nicht geklärt. Ebenso wenig ist bekannt, wie sich der emotionale Stil und das genaue Verhalten eines Roboters auf die Patienten auswirken. Die Psychologin und Expertin in altersunterstützender Technologie Dr. Pino untersuchte dazu mit Kollegen an Pariser Universitäten und Kliniken den Einsatz humanoider Roboter bei einer psychologischen und bewegungsorientierten Therapie von dementen Patienten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine nervenschützende Substanz ist der Fibroblastenwachstumsfaktor, englisch abgekürzt haFGF (human acidic fibroblast growth factor). Diese Substanz hatte bereits in früheren Studien einen gewissen Schutz vor Nervenzelltod bei epileptischen Anfällen gezeigt. Auch wurde sie im Blut und in der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit von Alzheimerpatienten in größeren Mengen als bei Gesunden gefunden. Die Gruppe von Prof. Huang an der Jinan Universität im chinesischen Guangzho untersuchte nun, wie genau haFGF bei Nervenschädigungen eingreift und damit therapeutisch genutzt werden könnte.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

In früheren Studien mit speziellen Nährstoffgetränken schienen Patienten mit einer leichten Alzheimerdemenz von der Ernährungsergänzung zu profitieren. Eine neuere in Lancet Neurology erschienene Studie von Neurologin und Alzheimerexpertin Dr. Soininen und Kollegen untersuchte nun die Auswirkungen eines solchen Getränks auf die Denkleistung bei einer Vorstufe der Alzheimererkrankung.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Begrenzte Personal- und Zeitressourcen können nicht nur die Pfleger dementer Menschen überlasten, sondern auch mit erhöhter Passivität der Patienten einhergehen. Die Wissenschaftler um Dr. Marques, Spezialistin für Rehabilitationsmaßnahmen für demente Patienten an der Universität von Aveiro in Portugal, untersuchten in 4 Altersheimen den Effekt eines personenzentrierten Programms, bei dem Personen mit Demenz in all ihren Sinnen (multisensorisch) und mit Bewegungselementen angeregt werden sollten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Frühere Beobachtungs- und Behandlungsstudien zeigen, dass körperliche Aktivität sich auf psychologische und Verhaltenssymptome dementer Patienten auswirken kann. Aber können auch kurze Sportprogramme in der klinischen Demenzpflege helfen? Die Sportwissenschaftler um Dr. Fleiner von der Sportuni Köln führten dazu eine neue Studie durch, in der die Wirkung kurzer Sportprogramme auf neuropsychiatrische Symptome von Demenz in der klinischen Pflege untersucht wurden.

Weiter zum ausführlichen Bericht →