Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Augentumor bei Erwachsenen. Eine internationale Metastudie zeigt erstmals mit konkreten Zahlen, wie schnell diese Tumoren wachsen und welche Folgen es hat, wenn ihre Behandlung verzögert wird. Die Auswertung macht deutlich: Je größer ein Aderhautmelanom wird, desto schneller wächst es – und desto stärker steigt das Risiko, innerhalb von zehn {…}
Die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Doch was passiert nach der Entlassung aus der Stroke Unit? Welche langfristigen Einschränkungen bleiben bestehen – und wie können Betroffene bestmöglich unterstützt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung Schlaganfallnachsorge Spastik auf dem 2. Deutschen Schlaganfallkongress, dem DSG26, vom 10. bis 12. {…}
Mehrere Ärzte, viele Arzneimittel, überforderte Patienten Hannover – Wer mehrere Medikamente einnimmt, verliert leicht den Überblick. Wichtig ist jedoch, dass Arzneimittel regelmäßig und richtig eingenommen werden. Nur so können sie wie geplant wirken und die Behandlung unterstützen. Patientinnen und Patienten haben deshalb in der Arztpraxis Anspruch auf einen individuellen bundeseinheitlichen Medikationsplan, wenn sie dauerhaft mindestens drei {…}
Ein Team um Samer Ezziddin, Professor für Nuklearmedizin an der Universität des Saarlandes und Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum, hat gezeigt, dass eine individuell angepasste PSMA-Radioligandentherapie auch bei Patienten mit weit fortgeschrittenem Prostatakrebs wirksam und gut verträglich eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der Studie mit 227 Patienten wurden in der Fachzeitschrift European Journal {…}
Gedächtnis-B-Zellen dominieren die Anpassung an neue Coronavarianten Das Coronavirus SARS-CoV-2 verändert sich fortlaufend. In der Folge wirken Impfstoffe schlechter und müssen regelmäßig angepasst werden. In 2025 war dies bei der Virusvariante JN.1 der Fall. Ein interdisziplinäres Team aus Hannover und Göttingen hat nun untersucht, wie das Immunsystem auf angepasste Impfstoffe reagiert. Die Ergebnisse wurden in {…}
Was passiert in den Atemwegen, wenn Kinder mit Mukoviszidose eine CFTR-Modulatortherapie mit Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor (ETI/Kaftrio) beginnen? Und warum profitieren Betroffene trotz gleicher oder ähnlicher CFTR-Mutation nicht immer gleich stark von der Behandlung? Mit diesen Fragen startete im Jahr 2023 ein vom Mukoviszidose e.V. gefördertes Forschungsprojekt der Arbeitsgruppen um Dr. med. Simon Gräber, Charité – Universitätsmedizin Berlin, {…}
Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Therapieansätze eröffnen, um geschädigte Herzen nach einem Herzinfarkt oder bei chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reparieren. Die Studie ist jetzt im Fachjournal Cell {…}
18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) vom 8. bis 11. Oktober 2026 in Leipzig Versorgungspfade sollen Zugang zur Nephrologie sichern Berlin – Die Einführung eines Primärversorgungssystems in Deutschland darf die Betreuung nierenkranker Menschen nicht verschlechtern, indem neue Behandlungshürden entstehen. Daher muss die Früherkennung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) verbindlicher Bestandteil der medizinischen {…}
Eine teilweise Verringerung des GPVI-Rezeptors erzeugt neuen Thrombozyten-Phänotyp, der vor Thrombosen schützt, ohne die lebenswichtige Blutstillung zu beeinträchtigen. Ein Forschungsteam der Experimentellen Biomedizin I des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) präsentiert in der renommierten Fachzeitschrift „Signal Transduction and Targeted Therapy“ einen neuartigen Ansatz zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen und entzündlichen Gewebeschäden, so genannten thrombo-inflammatorischen Erkrankungen, ohne das {…}
Brustkrebs tritt in den meisten Fällen sporadisch auf, kann aber auch erblich bedingt sein. Dann beruht er auf einer Veränderung bestimmter Gene. Derzeit sind für die genetische Diagnostik 13 Risikogene etabliert. Ein Team unter Leitung der MHH und der Universität Augsburg hat nun weitere Gene und Genvarianten identifiziert, die mit dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs {…}
Extreme Essverweigerung, motorische Defizite, sensorische Disregulation sowie soziale Herausforderungen belasten den Alltag von Familien mit Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oft immens. In der klinischen Praxis werden diese eng miteinander verwobenen Symptome jedoch meist strikt getrennt therapiert – ein fragmentierter Ansatz, der eine ganzheitliche Behandlung kindlicher Bedürfnisse ausschleißt. Das von Dr. Sofya Bajaa neu entwickelte {…}
Forschende und Ärzte des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) und anderer führender Krebszentren berichten über einen außergewöhnlichen Behandlungserfolg bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor. Mithilfe einer neuartigen, personalisierten T-Zelltherapie gelang es, trotz multipler Metastasen die Tumorerkrankung vollständig zurückzudrängen. Der individuelle Heilversuch wurde nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht und unterstreicht das Potenzial zellulärer {…}
Eine neue EU-Strategie setzt beim Management von Herzkrankheiten vermehrt auf künstliche Intelligenz. Die Basler Rechtswissenschaftlerin Hannah van Kolfschooten hält dies für verfrüht. Sie bemängelt unter anderem, dass ein konkreter Nutzen für Patienten noch nicht nachgewiesen ist und es Lücken in der Gesetzgebung gibt. Yvonne Vahlensieck Frau van Kolfschooten, die EU hat Ende letzten Jahres mit {…}