Chronische Darmentzündung

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Eine retrospektive Kohortenstudie zeigte, dass Frauen mit Endometriose häufiger chronisch‑entzündliche Darmerkrankungen entwickeln. Allerdings fiel der Verlauf von Morbus Crohn bei ihnen milder aus als bei Frauen ohne Endometriose. Gleichzeitig erhielten Frauen mit beiden Erkrankungen seltener Immun­suppressiva und TNF‑α‑Inhibitoren. Bei Colitis ulcerosa ergab sich kein signifikanter Unterschied im Schweregrad der CED zwischen Frauen mit und ohne Endometriose.

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Eine Metaanalyse mit fast 60 000 Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersuchte, ob Statine das Darmkrebsrisiko beeinflussen. Während ein Studiendesign keinen klaren Zusammenhang zeigte, war die Einnahme von Statinen bei einem anderen Studienansatz mit einer signifikant geringeren Erkrankungswahrscheinlichkeit verbunden. Weitere große Studien sollen diese Ergebnisse absichern.

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Der Aufenthalt in begrünten Umgebungen hat einen signifikanten schützenden Effekt gegenüber Morbus Crohn sowie einen möglichen Schutzeffekt vor Durchfallerkrankungen, jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf Colitis ulcerosa oder Dickdarmkrebs. Mögliche Mechanismen sind bessere Luftqualität, eine höhere mikrobielle Vielfalt und geringerer Stress.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 9 Studien zeigte vielversprechende Ergebnisse für einen Beitrag der mediterranen Ernährung zur Prävention von Multipler Sklerose und Sjögrens Syndrom. Weiteren Autoimmun- oder immunvermittelten Erkrankungen schien diese Ernährungsform hingegen nicht konsistent vorzubeugen. Weitere langfristige Studien sind jedoch nötig.

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