Chronische Darmentzündung

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Ein systematischer Review mit Metaanalyse mit mehr als 9 Mio. Studienteilnehmern zeigte, dass chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn nicht mit signifikant erhöhtem Risiko für Kolonperforationen während einer Koloskopie verbunden sind. Aufgrund hoher Studienheterogenität und methodischer Einschränkungen bleibt allerdings Forschungsbedarf bestehen.

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Eine Langzeitanalyse der EXIT-Studie konnte zeigen, dass das Absetzen von TNF-α-Inhibitoren bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Remission das langfristige Rückfallrisiko nicht signifikant erhöhte. Kam es dennoch zu einem Schub, erreichten viele Studienteilnehmer nach Wiederaufnahme der Therapie erneut eine klinische Remission.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien deutete darauf hin, dass die Stuhlmikrobiota-Transplantation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen klinische und endoskopische Verbesserungen fördern könnte. Besonders bei Colitis ulcerosa zeigten sich höhere Remissionsraten als unter Vergleichsbehandlungen. Offene Fragen zur langfristigen Sicherheit und Wirksamkeit machen weitere Studien notwendig.

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Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.

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Eine aktuelle Studie untersuchte, ob Scheinfasten Menschen mit mildem bis moderatem Morbus Crohn helfen kann. Die Teilnehmer fasteten an 5 Tagen pro Monat und aßen sonst normal, während die Kontrollgruppe ihre Ernährung nicht veränderte. Nach 3 Monaten zeigte die Scheinfastengruppe häufiger ein klinisches Ansprechen und Remission. Auch der Entzündungsmarker Calprotectin sank stärker.

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Eine aktuelle Metaanalyse hat die Wirksamkeit, Sicherheit und Therapiepersistenz von Vedolizumab und Adalimumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine höhere Rate an klinischer Remission und Ansprechrate mit Vedolizumab. In Bezug auf die endoskopische Remission, Therapiepersistenz sowie unerwünschte Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Biologika festgestellt.

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Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weisen laut einer aktuellen Metaanalyse ein erhöhtes Frakturrisiko auf. Besonders Morbus-Crohn-Patienten sind betroffen. Am stärksten betroffen sind Hüfte, Rippen und Gliedmaßen. Die Autoren betonen die Bedeutung gezielter Vorsorge und regelmäßiger Kontrollen der Knochengesundheit bei CED.

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