Depression

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Forscher ermittelten, ob die bereits bekannte Häufung von Depression beim Syndrom der trockenen Augen auch mit einem Einfluss auf die Symptome der trockenen Augen einhergeht. Die Studie zeigte, dass Patienten mit trockenen Augen und Depression ausgeprägtere Augensymptome haben könnten als Patienten ohne Depression. Depression sollte somit bei der Behandlung trockener Augen als wichtige Begleiterkrankung berücksichtigt werden.

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In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob ein spezifisches Placebo eingesetzt werden kann, um das Praktizieren einer täglichen Entspannungsübung im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie bei Depression zu verbessern. Die Gruppe mit Placebo („natürliches Heilmittel zur Förderung des Fokus auf innere Stärken“) praktizierte häufiger als die Gruppe ohne Placebo, entspannte sich nach eigener Einschätzung tiefer und zeigte größere Verbesserungen in der depressiven Symptomatik.

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Ein verzögerter Schlaf-Wach-Rhythmus, zirkadianer Rhythmus genannt, scheint nach den Ergebnissen dieser australischen Studie mit schwereren Symptomen einer Depressionserkrankung junger Betroffener zusammenzuhängen. Damit bietet sich womöglich ein Weg, stärker erkrankte Patienten besser zu identifizieren. Es könnte sich auch lohnen, stärker auf eine Behandlung des zirkadianen Rhythmus einzugehen, beispielsweise im Rahmen einer kognitiven Therapie und mit Schlafhygiene.

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Bei einer Depression ist die Wirkung der Behandlung häufig wegen großer Unterschiede in der Veranlagung nicht ausreichend. Forscher ermittelten nun, dass die antidepressive Behandlung mit Duloxetin optimal innerhalb eines umgrenzten Bereichs der Wirkstoffkonzentration im Blut erfolgen sollte. Die maximale antidepressive Wirkung scheint demnach Konzentrationen im Bereich der höchsten empfohlenen Werte zu benötigen. Individuelle Unterschiede zu berücksichtigen und die jeweilige Therapie mit Blutproben zu optimieren, scheint demnach essentiell bei der Depressionsbehandlung zu sein.

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Welche Rolle spielt ballaststoffreiche Ernährung für die psychische Gesundheit? Forscher untersuchten nun die Prävalenz von Depression, Ängsten und psychologischem Stress in Zusammenhang mit Ballaststoffen in der Nahrung in 3 362 iranischen Erwachsenen. Menschen mit besonders viel Ballaststoff in der Nahrung litten demnach weniger unter Ängsten. Bei Frauen war die ballaststoffreiche Nahrung zudem mit weniger Depressionen assoziiert.

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Körperliche Verletzung führt zu freier Mitochondrien-DNA (mtDNA) im Blut. Forscher zeigten nun, dass auch psychischer Stress bei gesunden Menschen die Menge zellfreier mtDNA steigen lassen kann. Auslöser für diesen Anstieg scheint ein Stresshormon zu sein. Mehr freie mtDNA wurde früher auch bei Depressionen gefunden. Eventuell wirkt chronisch psychischer Stress also über die mtDNA-Freisetzung als Auslöser und Verstärker von Depressionen.

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In einer großen pharmakoepidemiologischen Studie zeigte sich mit fast 1 Mio. Teilnehmern, dass die Supplementierung mit Folsäure (1 mg pro Tag) das Risiko für suizidales Verhalten reduzieren könnte. Die Autoren plädieren nun für randomisierte klinische Studien, um die therapeutische Wirkung von Folsäure-Nahrungsergänzung auf suizidale Vorstellungen und Verhalten zu prüfen.

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Mitochondrien sind die Energieproduzenten der Zelle: fehlt bei Depression die Energie, weil Mitochondrien geschädigt sind? Forscher zeigten nun, wie mithilfe der zellfreien, im Blut auftauchenden Mitochondrien-DNA (mtDNA), ein Hinweis auf Zellstress, Patienten mit Depression von Kontrollen unterschieden werden konnten. Freie Mengen von mtDNA zeigten auch, ob SSRI-Antidepressiva wirkten. Mitochondrien und eine Störung des Energiehaushalts sind demnach bei Depression tatsächlich von Bedeutung.

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Wirkt eine ergänzende Behandlung mit Vitamin D bei Depressionen von älteren Menschen (über 60 Jahren in dieser Studie)? Eine iranische Studie fand, dass der Depressionswert mit zusätzlichem Vitamin D über 8 Wochen messbar abnahm. Weitere Studien mit größeren Teilnehmergruppen müssen nun die Verlässlichkeit und längerfristige Verträglichkeit einer solchen Behandlung abklären.

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Diese schwedische Untersuchung demonstrierte einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Gabapentoiden bei Nervenschmerzen, Epilepsie oder Angsterkrankungen und einem erhöhtem Risiko für selbstgefährdendes Verhalten. Speziell bei jüngeren Patienten sollte demnach eine Behandlung mit Blick auf Risikofaktoren wie Substanzmissbrauch oder depressive Symptome überdacht werden.

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Keine Frage, Ketamin und Esketamin stellen einen Meilenstein in der Behandlung der Depression und Suizidalität dar. Aber wie sieht der langfristige Effekt des Esketamin-Nasensprays bei behandlungsresistenter Depression aus? Mit fast 300 Patienten zeigten Experten nun, dass die Fortführung der Behandlung mit Esketamin ein wirksames Mittel zur Prävention von Rückfällen bei behandlungsresistenter Depression sein kann.

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