Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 38 Studien fand, dass Menschen mit atopischen Erkrankungen, psychischen Störungen, Schlaf- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein erhöhtes Risiko dafür haben, eine Migräne zu entwickeln. Gemeinsame genetische und entzündliche Mechanismen könnten hierbei eine zentrale Rolle spielen.
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Fremanezumab reduzierte in der UNITE-Studie Migräneanfälle und depressive Symptome signifikant. Damit demonstrierte erstmals eine randomisierte, kontrollierte Studie eine doppelte Wirksamkeit von Fremanezumab bei Migräne mit komorbider Depression.
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Eine aktuelle Metaanalyse über 22 Studien konnte zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Coenzym Q10, Riboflavin, Alpha-Liponsäure, Probiotika und Vitamin D die Häufigkeit, Schwere und Dauer von Migräneanfällen reduzieren können. Omega-3-Fettsäuren zeigten hingegen keine signifikanten Effekte.
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Die Behandlung chronischer Schmerzen mit Medizinalcannabis (THC25:CBD25) erreichte in der klinischen Praxis bei Erkrankungen wie Migräne, Gelenkschmerzen, MS-Schmerz oder diabetischer Neuropathie vielversprechende Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität über 6 Monate. Die Studie erfolgte jedoch ohne Kontrollgruppe und konnte keine statistisch belastbaren Ergebnisse liefern.
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Eine retrospektive Analyse über medizinische Daten von 256 Patientinnen fand, dass bei Migräne mit begleitendem viszeralem Schmerz die wirksame Behandlung der viszeralen Schmerzen einen wichtigen Beitrag auch zur Migräne leisten kann. Dies ist besonders bedeutsam, da die Analyse zudem zeigte, dass Frauen mit beiden Erkrankungen unter häufigeren und schwereren Migräneattacken sowie an somatischer Hyperalgesie leiden als Frauen, die nur unter Migräne leiden.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren kann, so das Fazit eines sytematischen Reviews mit Metaanalyse über 41 Studien, eine klinisch relevante, Zeit-abhängige Linderung chronischer Schmerzen ermöglichen. Die Wissenschaftler sehen Bedarf für weitere Studien, um die Rolle von Omega-3-Fettsäuren im Schmerzmanagement besser einzuordnen.
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Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren kann, so das Fazit eines sytematischen Reviews mit Metaanalyse über 41 Studien, eine klinisch relevante, Zeit-abhängige Linderung chronischer Schmerzen ermöglichen. Die Wissenschaftler sehen Bedarf für weitere Studien, um die Rolle von Omega-3-Fettsäuren im Schmerzmanagement besser einzuordnen.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 39 Studien fand, dass medikamentöse Prophylaxen gegen CGRP (Biologika) und Gepante aktuell die wichtigsten Optionen zur Prävention episodischer Migräne sind. Höhere Wirksamkeit durch Kombinationen von Therapien könnnte womöglich zulasten der Verträglichkeit gehen. Nicht-pharmakologische Behandlungen stellten sich als nützliche Ergänzungen dar. Die Autoren betonen die Rolle individualisierter, multimodaler präventiver Strategien.
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Eine Beobachtungsstudie mit 120 Teilnehmern fand, dass gesunde Männer höhere Progesteronspiegel aufweisen als Männer mit Migräne. Weitere Studien müssen mögliche kausale Assoziationen von Geschlechtshormonen und Migräne bei Männern analysieren.
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Die Sicherheit von Triptanen bei Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren ist ein zentraler Aspekt in der Migränetherapie. Aktuelle Forschungdaten zeigen, dass Triptane das Risiko für ischämische Ereignisse nicht erhöhen. Auch für Menschen mit erhöhtem vaskulärem Risiko scheinen Triptane eine wirksame und sichere Behandlungsoption zu sein.
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Angesichts der hohen Belastung durch Migräne und der begrenzten Wirksamkeit medikamentöser Therapien rücken physiotherapeutische Konzepte zunehmend in den Fokus der Forschung. Ein multimodaler Therapieansatz, bestehend aus Schmerzaufklärung, manueller Therapie und Übungen für die Halswirbelsäule, war bei Menschen mit Migräne langfristig wirksamer als einzelne Behandlungsformen. Besonders deutlich waren die Verbesserungen bei Kopfschmerzbelastung, Nackenschmerzen, Lebensqualität und psychosozialen Faktoren.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien und zusammen 331 655 Frauen fand doppelt so häufig Migräne bei Frauen mit Endometriose als bei Frauen ohne Endometriose. Dies konnte speziell für Migräne ohne Aura gesehen werden. Allerdings bestand ein hohes Verzerrungsrisiko. Weitere Studien sollten mögliche physiologische Mechanismen untersuchen, die dem Zusammenhang zugrundeliegen könnten, um Hinweise auf Therapieoptionen zu liefern.
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Aktuelle Forschungsdaten zeigen, dass der Abnehmwirkstoff Liraglutid die Häufigkeit chronischer Migräneanfälle bei Menschen mit Adipositas signifikant reduzieren kann. Die Wirkung von Liraglutid war dabei unabhängig von einer Gewichtsabnahme.
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