Depression

Übersicht der Behandlungsmöglichkeiten

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Cariprazin, im Mai 2019 in den USA zur Behandlung bipolarer Depression zugelassen, unterscheidet sich von anderen Antipsychotika: es bindet an andere Arten von Rezeptoren im Nervensystem und scheint dadurch ein anderes Wirkspektrum hervorzubringen. Eine systematische Literaturübersicht zeigt auf, dass Cariprazin wirksam und gut verträglich zur Behandlung von Patienten mit Psychosen, Manien und Depression eingesetzt werden kann.

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Ketamin spielt besonders bei therapieresistenter Depression und Suizidalität eine wichtige Rolle, hat aber auch stark schmerzlindernde Effekte. In einer offenen Studie mit 104 Patienten zeigte sich, dass Ketamin-Infusionen bei Patienten mit zuvor stärkeren Schmerzen größere antidepressive Wirkung zeigten als bei Patienten mit milden oder ohne Schmerzen. Depressions-begleitende Schmerzen könnten somit ein weiteres relevantes Anwendungsgebiet für Ketamin sein.

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Fazit einer aktuellen Phase 3-Studie: Cariprazin, eine Substanz, die an bestimmte Dopamin- und Serotoninrezeptoren binden kann, ist wirksam und gut verträglich zur Linderung einer depressiven Episode bei der Bipolaren Störung Typ 1. Die Wirkung geht besonders in der Selbsteinschätzung der Patienten über den Placeboeffekt hinaus. Das Mittel wurde aktuell in den USA von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zur Behandlung bipolarer Depression 1 zugelassen und könnte auch in der EU folgen und so die Behandlungoptionen erweitern.

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Bei hoher Temperatur regulieren wir unsere Körpertemperatur durch Weitung der Blutgefäße und Schwitzen automatisch. Bei Depression scheint dies jedoch schlechter zu funktionieren. Schweizer Wissenschaftler befragten nun fast 700 Menschen zu depressiven Symptomen und wie sie ihre Temperaturregulation wahrnahmen. Menschen mit depressiven Symptomen litten demnach stärker unter höheren Temperaturen mit Symptomen wie Konzentrationsproblemen, Schwindel und Erschöpfung, waren sich aber ihrer eingeschränkten automatischen Temperaturkontrolle nicht bewusst.

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Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten bei der behandlungsresistenten Depression sind begrenzt. Einerseits ist die Wirksamkeit oft nicht ausreichend, außerdem sind Behandlungen nicht immer gut durch Patienten akzeptiert und vertragen. Das Esketamin-Nasenspray trifft also eine wesentliche Behandlungslücke. Die neue Untersuchung fand nun, dass es schnell wirkt und sicher ist.

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Internet-basierte kognitive Verhaltenstherapie zeigte in dieser Untersuchung Vorteile gegenüber einer Internet-basierten Psychoedukation. Es schien dabei aber relevant zu sein, ob Teilnehmer bereits Erfahrungen mit Psychotherapie gemacht hatten: für diese Betroffenen waren online Therapie und Edukation gleich wertvoll.

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Weltweit steigt die Zahl der Patienten mit nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD) sowie von Patienten mit Depression. Ein systematischer Review über mehr als 2 Mio. NAFLD-Patienten fand, dass das Depressionsrisiko bei der Lebererkrankung erhöht ist. Risikofaktoren waren Diabetes, Rauchen und zu hohes Körpergewicht (BMI).

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Die Teilnahme an einer Internet-Selbsthilfegruppe bei depressiven Symptomen kann einen Versuch wert sein, mit dem kaum Schaden zu erwarten ist, fanden amerikanische Forscher. Eine Linderung depressiver Symptome ist demnach zwar nur begrenzt zu erwarten, aber eine verbesserte Selbstwirksamkeit und Ratschläge von ähnlich Betroffenen könnten zur Besserung der Situation beitragen.

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