Endometriose

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Die Behandlung von Endometrioseschmerzen mit Relugolix kann, speziell im Vergleich zu Placebo, nicht nur signifikante Schmerzlinderung, sondern auch Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens, des sozialen Supports und des Selbstbilds erreichen. Dies fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien.

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Eine retrospektive Kohortenanalyse über 501 Frauen mit Endometriose fand, dass Dienogest sowohl bei ovariellen Endometrioma, als auch bei oberflächlich-peritonealer oder tief-infiltrierender Endometriose wirksam Schmerzen lindern, Läsionsgrößen reduzieren und die Lebensqualität verbessern kann. Je nach Endometriose-Untergruppe kann jedoch gezieltere Aufmerksamkeit im Management nötig sein.

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Eine beobachtende Querschnittsstudie mit 40 Teilnehmerinnen in Spanien fand, dass ein gesundes Ernährungsmuster bei Endometriose zu Schmerzlinderung und besserer Lebensqualität beitragen könnte. Größere Studien müssen diese Ergebnisse jedoch prüfen.

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Eine Analyse von Beobachtungsdaten und von Genmustern fand einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme des Alkaloids Theobromin mit der Nahrung (typischerweise dunkle Schokolade) und einem moderat reduzierten Risiko für Endometriose. Die genetische Analyse legt eine kausale Verbindung nahe. Prospektive, kontrollierte Studien zu Theobromin zur Prävention von Endometriose stehen noch aus.

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Eine beobachtende Querschnittsstudie mit 34 Teilnehmerinnen mit und ohne Endometriose fand, dass längere Sportprogramme vorteilhafter zu sein scheinen als kürzere Aktivitäten. Dies betrag entzündliche Prozesse (CRP), Estradiolspiegel, Schmerzen und die Fettverteilung im Körper und schien unabhängig von der Intensität des Sports.

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Eine retrospektive Analyse über medizinische Daten von 256 Patientinnen fand, dass bei Migräne mit begleitendem viszeralem Schmerz die wirksame Behandlung der viszeralen Schmerzen einen wichtigen Beitrag auch zur Migräne leisten kann. Dies ist besonders bedeutsam, da die Analyse zudem zeigte, dass Frauen mit beiden Erkrankungen unter häufigeren und schwereren Migräneattacken sowie an somatischer Hyperalgesie leiden als Frauen, die nur unter Migräne leiden.

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Lindern Progestagene Endometriose-Schmerzen? Dies untersuchte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 33 Studien mit 5 059 Patientinnen. Demnach reduzieren Progestagene Schmerzen und Dysmenorrhö bei Endometriose, doch der Vergleich mit anderen Therapien bleibt unklar und benötigt weitere Studien.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 Studien fand, dass die Behandlung von Endometriose mit Dienogest zur Linderung von Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität der Behandlung mit oralen Kontrazeptiva bei vergleichbarer Sicherheit überlegen ist. In Bezug auf Unterbauchschmerzen und Dyspareunie konnte jedoch kein Vorteil gegenüber oralen Kontrazeptiva festgestellt werden.

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Eine randomisiert-kontrollierte, aber offen durchgeführte Studie mit 88 Frauen mit Endometriose fand, dass die Niedrigdosis-Behandlung mit Dienogest (1 mg/Tag) über 48 Wochen in Bezug auf Schmerzlinderung bei Endometriose der Standarddosis nicht unterlegen ist. Die Daten deuten jedoch auf robustere Schmerzlinderung mit der 2-mg-Dosis. Demnach könnte in speziellen Patientinnen-Gruppen in der Langzeittherapie eine niedrigere Dosis mit geringeren Nebenwirkungen eingesetzt werden.

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Eine Metaanalyse über 6 Fall-Kontrollstudien schließt, dass eine signifikante Verbindung zwischen Asthma und Endometriose besteht. Welche Mechanismen dem zugrundeliegen, ist bislang nicht gut verstanden, jedoch bietet der Zusammenhang eine Chance, beide Erkrankungen womöglich effektiver gemeinsam anzugehen und zukünftig im Rahmen weiterer Studien besser zu verstehen.

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