Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine retrospektive Analyse über medizinische Daten von 256 Patientinnen fand, dass bei Migräne mit begleitendem viszeralem Schmerz die wirksame Behandlung der viszeralen Schmerzen einen wichtigen Beitrag auch zur Migräne leisten kann. Dies ist besonders bedeutsam, da die Analyse zudem zeigte, dass Frauen mit beiden Erkrankungen unter häufigeren und schwereren Migräneattacken sowie an somatischer Hyperalgesie leiden als Frauen, die nur unter Migräne leiden.
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Lindern Progestagene Endometriose-Schmerzen? Dies untersuchte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 33 Studien mit 5 059 Patientinnen. Demnach reduzieren Progestagene Schmerzen und Dysmenorrhö bei Endometriose, doch der Vergleich mit anderen Therapien bleibt unklar und benötigt weitere Studien.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 Studien fand, dass die Behandlung von Endometriose mit Dienogest zur Linderung von Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität der Behandlung mit oralen Kontrazeptiva bei vergleichbarer Sicherheit überlegen ist. In Bezug auf Unterbauchschmerzen und Dyspareunie konnte jedoch kein Vorteil gegenüber oralen Kontrazeptiva festgestellt werden.
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Die Behandlung von Endometriose mit Estetrol/Drospirenon war im Vergleich zu einem Placebo wirksam zur Linderung von Unterbauchschmerzen und Verbesserung gynäkologischer Ergebnisse. Dies und die Sicherheit der Behandlung zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 162 Frauen in Japan.
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Eine randomisiert-kontrollierte, aber offen durchgeführte Studie mit 88 Frauen mit Endometriose fand, dass die Niedrigdosis-Behandlung mit Dienogest (1 mg/Tag) über 48 Wochen in Bezug auf Schmerzlinderung bei Endometriose der Standarddosis nicht unterlegen ist. Die Daten deuten jedoch auf robustere Schmerzlinderung mit der 2-mg-Dosis. Demnach könnte in speziellen Patientinnen-Gruppen in der Langzeittherapie eine niedrigere Dosis mit geringeren Nebenwirkungen eingesetzt werden.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Die vermehrte Aufnahme von antioxidativen Substanzen mit der Ernährung ist invers mit dem Endometrioserisiko assoziiert, fand eine Analyse über NHANES-Daten von 4 153 Frauen. Die Ergebnisse unterstützen daher Initiativen, die Ernährung von Frauen zu verbessern.
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Eine Metaanalyse über 6 Fall-Kontrollstudien schließt, dass eine signifikante Verbindung zwischen Asthma und Endometriose besteht. Welche Mechanismen dem zugrundeliegen, ist bislang nicht gut verstanden, jedoch bietet der Zusammenhang eine Chance, beide Erkrankungen womöglich effektiver gemeinsam anzugehen und zukünftig im Rahmen weiterer Studien besser zu verstehen.
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Arsen im Trinkwasser könnte möglicherweise zur Entstehung von Endometriose beitragen, fand eine Analyse einer Querschnittsstudie mit 44 Frauen mit und 606 Frauen ohne Endometriose. Der Zusammenhang tauchte speziell bei älteren Frauen (ab 40 Jahren) auf, eventuell in Bezug zu einer längerfristigen Belastung mit Arsen, spekulieren die Wissenschaftler.
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Eine randomisierte, doppelblind placebokontrollierte Studie fand, dass ergänzendes Curcumin in Kombination mit Dienogest signifikant Schmerzen linderte und die Lebensqualität von Frauen mit Endometriose verbesserte.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien und zusammen 331 655 Frauen fand doppelt so häufig Migräne bei Frauen mit Endometriose als bei Frauen ohne Endometriose. Dies konnte speziell für Migräne ohne Aura gesehen werden. Allerdings bestand ein hohes Verzerrungsrisiko. Weitere Studien sollten mögliche physiologische Mechanismen untersuchen, die dem Zusammenhang zugrundeliegen könnten, um Hinweise auf Therapieoptionen zu liefern.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 80 Teilnehmerinnen fand, dass eine ergänzende Behandlung mit Melatonin die Schlafqualität bei Endometriose verbessern und Unterbauchschmerzen reduzieren kann. Die klinische Bedeutung der Effekte muss jedoch in weiteren Studien untersucht werden.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 44 Frauen mit Endometriose fand, dass eine MCT-modifizierte ketogene Diät über 12 Wochen als ergänzende Behandlung einen Beitrag zur Linderung von Endometrioseschmerzen leisten kann. Allerdings wurde die Studie nicht verblindet durchgeführt – der Behandlungseffekt könnte demnach auch ein Placeboeffekt sein. Eine ketogene Ernährung sollte zudem immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen im Blick zu behalten.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien spricht dafür, dass Omega-3-Fettsäuren Entzündungsprozesse bei Frauen mit Endometriose reduzieren. Dies könnte einen ergänzenden Beitrag bei Endometriose darstellen. Schmerzlindernde Effekte konnten hingegen nicht mit statistischer Signifikanz festgestellt werden.
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