Hier finden Sie die
neusten medizinischen
Studien – übersetzt und
kurzgefasst
Nachrichten aus den Uni-Kliniken
Für die untenstehenden Krankheitsbilder recherchieren wir die aktuellsten medizinischen Studien zu den neusten Therapien und Heilungsmethoden. Wir prüfen die Studien auf Relevanz und Evidenz, übersetzen sie und fassen sie kompakt zusammen.
Regulatorische T-Zellen (Tregs)* verhindern bei gesunden Menschen überschießende Immunreaktionen. Bei der Entstehung der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes greift dieser Schutz nicht hinreichend. Forschende des Helmholtz Zentrums München und der LMU München haben einen Mechanismus entschlüsselt, der die Bildung und die Stabilität von Tregs beeinträchtigt. Blockierten sie das Molekül, das diesen Mechanismus auslöst, wurden wieder mehr funktionsfähige Tregs {…}
Infektionskrankheiten ausgelöst durch Bakterien und andere Mikroben stellen weltweit die häufigsten Todesursachen beim Menschen dar. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung trägt das Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) im Magen, welches als wichtigster Risikofaktor für Geschwüre, MALT-Lymphom und Adenokarzinom im Magen gilt. Eine erfolgreiche antimikrobielle Therapie dieser Infektion wird zunehmend erschwert durch die rasante Vermehrung von {…}
MDC-Forschende haben eine neue Unterform von Muskelstammzellen entdeckt. Die Fähigkeit neue Muskeln zu bilden und zu regenerieren, macht diese Zellen auch für die Entwicklung von Gentherapien interessant. Wer die 285 Stufen hoch zur Aussichtsplattform der Berliner Siegessäule erklimmt, hat wahrscheinlich am nächsten Tag ziemlichen Muskelkater. Bei ungewohnten Bewegungsabläufen wie Treppen steigen oder bei Sport können {…}
Parkinson, Alzheimer, Krebs: Mithilfe der mitochondrialen Medizin können solche und andere schwere Krankheiten erkannt sowie die Wirkung verschiedener Medikamente bei Betroffenen überprüft werden. Die Forschung in diesem Bereich ist an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen als ein Schwerpunkt im Masterstudiengang Biomedical Sciences schon lange etabliert. Nun hebt das Großgerät „Seahorse“ sie mit seinen präzisen Möglichkeiten der Diagnostik {…}
Seit Herbst 2017 gibt es eine neue orale Therapie bei schubförmiger Multipler Sklerose (MS), die besonders patientenfreundlich ist: Das Medikament (Wirkstoff Cladribin) wird an max. 20 Behandlungstagen im 1. und 2. Jahr eingenommen. Jahr 3 und 4 sind behandlungsfrei. Wie wirksam und sicher ist diese neue Therapie?
Forschende der Universität Zürich haben erstmals ein Protein entdeckt, das die Infektion von menschlichen Zellen durch Adenoviren ermöglicht. Das Eiweiss Mib1 gibt dem Virus das Signal, die DNA zu enthüllen und in den Zellkern zu schleusen. Die Blockierung des Proteins könnte helfen, die für immungeschwächte Menschen gefährlichen Viren zu bekämpfen. Das Protein Mib1 steuert gezielt {…}
Experte des Universitätsklinikums Freiburg weist auf die großen Gefahren von Knopfzellbatterien für Kinder hin und fordert von den Gerätherstellern bessere Sicherheitsvorkehrungen Sie sind klein und rund, aber können dennoch lebensgefährlich sein: Knopfzellbatterien. Zum Einsatz kommen sie in Technikgeräten wie Lichterketten und Kinderspielzeugen, die häufig an Weinachten auf dem Geschenketisch liegen. Wenn sie verschluckt werden, können {…}
Neue Erkenntnisse über die Ausbreitung aggressiv wachsender Hirntumoren Berlin, 17.12.2019 Einem Forschungsteam unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, ein physikalisches Grundprinzip beim Wachstum von Tumoren im Gehirn zu entschlüsseln. Weiche Tumoren, wie Glioblastome es sind, durchdringen umgebendes Gewebe und breiten sich rasch aus. Solide Tumoren hingegen bestehen aus einem festen Gewebeverband {…}
Studie deckt Mechanismus eines Medikaments gegen Multiple Sklerose auf Das Arzneimittel Fumarsäuredimethylester wirkt erfolgreich gegen Multiple Sklerose, indem es Immunzellen vom Typ Tc17 hemmt, die zu der Erkrankung beitragen. Das hat ein internationales Forschungsteam um die Marburger Professorin Dr. Magdalena Huber herausgefunden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse im Forschungsmagazin „Nature Communications“. Multiple {…}
Forscherinnen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, haben in einem internationalen Forschungsverbund die durch Antikörper-Bildung vermittelte Immunantwort auf das Chikungunya-Virus (CHIKV) untersucht. Der Antikörperspiegel beim Menschen war nach erfolgreich überstandener CHIKV-Infektion höher als nach einer Impfung mit einem CHIKV-Impfstoffkandidaten. Über die Ergebnisse berichtet Journal of Infectious Diseases in seiner Online-Ausgabe vom 12.12.2019. {…}
Antibiotika-resistente Keime sind eine zunehmende Bedrohung für unsere Gesundheit. «Um innovative Antibiotika entwickeln zu können, müssen wir jedoch zunächst die Lebensbedingungen der Bakterien im Körper verstehen», sagt Infektionsbiologe Prof. Christoph Dehio, Leiter des neuen Nationalen Forschungsschwerpunktes «AntiResist». Warum ist die Problematik Antibiotika-resistenter Keime so dringlich geworden? Antibiotika-resistente Keime sind kein neues Problem. Nach der Markteinführung {…}
Enorme Fortschritte in der Krebsmedizin, eine Revolution in der Gentherapie und -forschung sowie eine Miniaturisierung chirurgischer Eingriffe waren wesentliche Entwicklungen der 2010er Jahre / Digitalisierung ist die treibende Kraft im nächsten Jahrzehnt In wenigen Wochen geht nicht nur das Jahr 2019, sondern ein ganzes Jahrzehnt zu Ende. Die 2010er Jahre waren geprägt von wichtigen Medizin-Fortschritten. {…}
Nach einer neuen Schätzung des Robert Koch-Instituts wurden 2016 in Deutschland rund 492.000 Krebserkrankungen diagnostiziert. Etwa die Hälfte der bösartigen Tumoren betrafen Brustdrüse (68.900), Prostata (58.800), Dickdarm (58.300) und Lunge (57.500). „Erfreulicherweise beobachten wir für viele Krebsarten eher rückläufige Erkrankungsraten, aber trotzdem steigt die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft“, betont Lothar H. {…}