Tumoren schützen sich oft mit einem dichten Stützgewebe und speziellen Proteinen vor der körpereigenen Abwehr. Ein internationales Forschungsteam hat einen neuen Weg gefunden, diese Schutzschicht zu durchbrechen. Maßgeblich daran beteiligt sind auch Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Partnerstandort Essen/Düsseldorf. Ihre Erkenntnisse wurden jüngst in {…}
Featured Publication DiabetesIDM Bisher war die Gewichtsreduktion das oberste Therapieziel bei Menschen mit Prädiabetes. Eine Analyse zeigt: Betroffene, die durch einen gesunden Lebensstil ihren Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich bringen aber kein Gewicht verlieren oder gar zunehmen, senken trotzdem ihr Risiko für Typ-2-Diabetes um 71 Prozent. An der Studie beteiligt waren Forschende von Helmholtz Munich, {…}
Funktion und Rolle von Schlüsselfaktoren beim Abbau von Aktinfilamenten von Max-Planck-Forschenden neu definiert Wenn man sich eine Zelle im Körper vorstellt, erwartet man wahrscheinlich nicht, dass sie sich bewegt. Einige Zellen, wie beispielsweise Immunzellen, sind jedoch sehr mobil: Sie verändern ständig ihre Form, wandern zu einer Wunde, die geschlossen werden muss, oder jagen Bakterien im {…}
Eine aktuelle Studie beobachtete ein 2,6-fach erhöhtes ALS-Risiko bei Menschen, die in den zwei Jahren vor der Erkrankung Hirnverletzungen erlitten hatten. Die Autorinnen und Autoren vermuten aber weniger eine Kausalität als eine reverse Kausalität – die Hirnverletzungen seien demnach nicht Ursache der ALS, sondern würden eher auf eine vorbestehende, präklinische ALS hindeuten. Traumatische Hirnverletzungen (TBI) {…}
Im Rahmen des Forschungsvorhabens SmILE führt das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck zwei Online-Befragungen durch, für die Teilnehmende gesucht werden. SmILE (Smart Implants for Life Enrichment) zielt darauf ab, intelligente Lösungen zu entwickeln, um Behandlungserfolge zu überwachen oder Komplikationen früh zu erkennen. Im Fokus {…}
Genfehler verursacht Entwicklungsstörung und Demenzerkrankungen Auf den Punkt gebracht Genfehler: EPG5 spielt eine Rolle in der Autophagie, einem zellulären Prozess, der beschädigte Bestandteile abbaut. Zellforschung: Experimente mit Zellen von Patienten und Tiermodellen zeigen, dass EPG5-Fehler die Fähigkeit der Zelle beeinträchtigen, schädliche Proteine zu beseitigen. Sie verursachen schwere neurologische Entwicklungsstörungen bei Säuglingen und hängen auch mit Parkinson und Demenz {…}
Eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) ist, früh entdeckt, gut zu behandeln. Bleibt sie jedoch unentdeckt, kann sie lebensbedrohlich sein. In einigen Fällen klingt sie ab und kehrt nach einigen Monaten wieder. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Italien und Deutschland haben nun einen neuen Zusammenhang für eine solche rezidivierende Perikarditis entdeckt. Im Mittelpunkt steht dabei ein körpereigener {…}
Genveränderungen im CRELD1-Gen führen zu angeborener Muskelschwäche und frühkindlicher Epilepsie Neue Erkenntnisse zu seltenen Erkrankungen: Ein interdisziplinäres Team unter der Führung von Prof. Dr. Sebahattin Cırak, Sektionsleiter Neuropädiatrie, Stoffwechsel und Sozialpädiatrisches Zentrum am Universitätsklinikum Ulm, hat gemeinsam eine neu beschriebene, genetisch definierte Erkrankung identifiziert. Betroffene Kinder zeigen bereits bei Geburt starke Muskelschwäche und Gelenkversteifungen (Arthrogryposis). {…}
Flugreisen können die Entstehung von lebensgefährlichen Thrombosen begünstigen. Und es gibt weitere Risikofaktoren – aber auch Möglichkeiten, das Risiko zu senken. Düsseldorf(ukd/joe). Manchmal fällt das Wort, wenn von langen Flugreisen gesprochen wird. Sehr präsent ist es nach Eingriffen wie Hüft- oder Kniegelenksoperationen oder ganz allgemein in Zusammenhang mit langen Krankenhausaufenthalten. Es geht um die „Thrombose“. Sie {…}
Tumoren sind kein komfortabler Lebensraum: Sauerstoffmangel, Nährstoffknappheit und die Anreicherung teils schädlicher Stoffwechselprodukte setzen Krebszellen ständig unter Stress. Ein Forschungsteam vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien hat nun entdeckt, dass vor allem der saure pH-Wert im Tumorgewebe – die sogenannte Azidose – entscheidend dafür ist, wie Bauchspeicheldrüsenkrebszellen ihren {…}
Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Klinik für Kinderheilkunde II am Universitätsklinikum Essen hat erstmals nachgewiesen, dass ein neues Medikament bei Patient:innen mit dem seltenen Bardet-Biedl-Syndrom (BBS) nicht nur das Gewicht senken, sondern auch die Gesundheit von Leber und Nieren deutlich verbessern kann. Das Medikament Setmelanotid zeigte auch bei geringem Gewichtsverlust {…}
„Unsere Simulationen lieferten das molekulare Bild, das notwendig war, um zu beweisen, dass diese spiegelbildlichen Poren exakte Gegenstücke ihrer natürlichen Analoga sind“, sagt Prof. Dr. Ulrich Kleinekathöfer, Professor für Physik an der Constructor University in Bremen und Mitautor einer neuen Studie in Nature Communications. „Dieses Verständnis war entscheidend, um die Experimente zu erklären, und wird {…}
Passend zur anstehenden Infekt-Saison geht ein jetzt veröffentlichter Cochrane Review der Frage nach: Sind Menschen über 60 Jahre nach einer Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) vor Infektionen der tiefen Atemwege geschützt – und falls ja, wie gut? Er zeigt: Die Impfung bietet jenen Menschen einen guten Schutz, deren Risiko für schwere Erkrankungsverläufe besonders hoch {…}