Neues aus Forschung und Wissenschaft

Migräne

Zu folgenden Themen finden Sie Aktuelles aus Forschung und Wissenschaft:

Aktuelles Thema:

Aktuelle Studien

Frauen mit Migräne haben eventuell einen kleinen Vorteil gegenüber Männern: die meisten können schwanger werden und werden zumindest währenddessen (häufig) kopfschmerzfrei sein. Eine mögliche Erklärung dafür sind die veränderten Hormone während der Schwangerschaft. Dieses Thema wurde nun wieder von zwei Ärzten im Sudan aufgegriffen, die in ihrer Klinik überprüften, wie viele Migränepatienten von einer Steroidbehandlung profitierten.

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Bei einer Autoimmunerkrankung greift der Körper seine eigenen Strukturen an. Bei Kopfschmerzerkrankungen wurden auch Hinweise auf Antikörper gegen körpereigene Substanzen gefunden. Ziel einer in Malaysia durchgeführten Untersuchung war daher, die Studien der letzten Jahre zusammenzufassen und zu überprüfen, ob eine autoimmune Begleiterkrankung bei Migräne häufiger auftritt als bei gesunden Kontrollen.

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Gol-e-ghand, der Rosenhonig, ist ein im Iran häufig für Migräne verschriebenes Mittel. Die Wissenschaftler um Dr. Maddahian aus dem Department für Traditionelle Medizin der Shahid Beheshti Universität für Medizinwissenschaften in Teheran im Iran untersuchten nun in dieser Studie, ob Menschen mit Migräne tatsächlich von der ergänzenden Einnahme von Rosenhonig profitierten.

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Migränepatienten leiden phasenweise nicht nur unter ihrer Grunderkrankung, sondern womöglich unter dem durch Medikamente induzierten Kopfschmerz. Davor soll eigentlich die 10-20-Regel schützen. Neurologe Dr. Cortelli untersuchte mit Kollegen von den Universitäten in Bologna und Ferrara in Italien, welches Mittel nach dem Entzug im Vergleich zu Placebo den Patienten half, wenn doch zu häufig Medikamente zum Einsatz gekommen waren.

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Nicht nur Migränepatienten jüngeren Alters, auch viele ältere Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. In früheren Querschnittsstudien hat sich dabei eine Überlappung mit dem Abbau der Denkleistungsfähigkeit gezeigt. Forscher der University of California in San Francisco fragten nun, ob es einen Zusammenhang zwischen Dauerschmerz und beschleunigtem geistigen Verfall bei älteren Patienten gibt.

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Curcumin und Omega-3-Fettsäuren gelten als nervenzellschützend (neuroprotektiv) und entzündungshemmend. Ihre Wirkung erreichen sie unter anderem durch eine Hemmung der körpereigenen Produktion von TNF, kurz für Tumornekrosefaktor: einem Signalstoff des körpereigenen Abwehrsystems, der vor allem bei entzündlichen Prozessen auftaucht.

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Der Einfluss erhöhter Konzentrationen entzündungsfördernder Signalstoffe und verringerter Mengen antientzündlicher Botenstoffe auf die Migräne wurden in einer neuen Studie aus Brasilien unter Leitung des Neurologen Prof. Peres, Direktor des Kopfschmerzzentrums von São Paulo, erforscht.

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Wissenschaftler vermuten, dass die gesteigerte Kuschelhormonausschüttung (Oxytocin) von Migränepatienten eine Reaktion auf die starke Schmerzempfindung sein könnte. Eventuell versucht der Körper mit den erhöhten Werten, sich selbst zu helfen. Schließlich litten auch die Patienten besonders, deren Oxytocinwerte niedriger waren. Oxytocin als Nasenspray könnte dann den Patienten zusätzlich helfen – oder mehr Kuscheln.

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Frühere Studien haben berichtet, dass bei Übelkeit zum Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme eine geringere Wirksamkeit von Triptanen zu erwarten war. Aber trifft dieser Effekt auch auf andere Medikamente zu? Forscher aus Essen, Bronx und Newark (USA) um Prof. Diener vom Westdeutschen Kopfschmerzzentrum der Uniklinik Essen analysierten dazu nun die Daten aus zwei größeren Kopfschmerzstudien.

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Das Steuerungssystem für die inneren Organe und den Blutkreislauf ist vermutlich an der Entwicklung von Kopfschmerzen beteiligt. Dies geschieht eventuell über die Hirnhäute, die das Gehirn in mehreren Schichten umgeben und sehr empfindlich sind. Auch der Gesichtsnerv (Trigeminusnerv) sendet Schmerzsignale in die Hirnhäute. Diese Kopfschmerzmechanismen versuchten nun finnische und kasachische Wissenschaftler um Prof. Giniatullin von der Universität Ost-Finland besser zu verstehen.

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Fast jeder leidet mal unter Kopfschmerzen – meistens sind sie gut mit einfachen Mitteln, von Pfefferminzöl bis Ibuprofen, zu behandeln. Werden sie aber chronisch, übernimmt der Schmerz die Kontrolle über Alltag, Lebensplanung und -qualität. Ziel der Übersichtsstudie von Katrin Probyn und Neurologin Prof. Pincus von der Royal Holloway Universität von London mit Kollegen verschiedener britischer Institute (2017) war es, Prädiktoren für die Prognose chronischer Kopfschmerzen zu identifizieren und entsprechende prospektive Studienergebnisse zu analysieren.

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Gehirn und Verdauungstrakt sind eng miteinander verbunden. Ein reger Austausch findet über die Nerven, Hormone und das Abwehrsystem statt. Kopfschmerzen, speziell Migräne, könnten mit verschiedenen Erkrankungen des Verdauungssystems, des gastrointestinalen Trakts, zusammenhängen, wie in früheren Studien gezeigt wurde. Um bessere Therapien entwickeln zu können, versuchten die Forscher um Dr. Lee im Chuncheon Sacred Heart Klinikum in Südkorea diese Zusammenhänge genauer zu verstehen.

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