Ein Team um Stoffwechselforscher Prof. Timo D. Müller von Helmholtz Munich hat einen neuen Ansatz für die Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes entwickelt: Ein Hybrid-Molekül nutzt die bekannten Sättigungs- und Blutzuckersignale GLP-1/GIP als „Türöffner“ und schleust zusätzlich einen Stoffwechsel-Modulator gezielt in die Zielzellen ein. In Laborexperimenten fraßen Mäuse danach weniger, nahmen stärker ab und zeigten {…}
Patientin mit drei Autoimmunerkrankungen am Uniklinikum Erlangen erfolgreich mit einer CAR-T-Zell-Therapie behandelt Drei Autoimmunerkrankungen, neun erfolglose Therapieversuche, elf Jahre Leidensweg: Als Kerstin F. im Frühjahr 2025 mit dem Hubschrauber ans Uniklinikum Erlangen gebracht wurde, war sie dem Tod näher als dem Leben. Doch den Expertinnen und Experten der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische {…}
Krebs wegleuchten: Infrarotlicht aktiviert Nano-Medikament Gehirntumore lassen sich mit gängigen Therapien nicht immer erfolgreich behandeln. Ein Team der Empa und des Spitalverbunds «HOCH Health Ostschweiz» entwickeln daher sogenannte Nanozyme, die Krebszellen während der Tumoroperation direkt im Hirngewebe angreifen können. Das Projekt kann dank der grosszügigen Unterstützung mehrerer Stiftungen durchgeführt werden. Unter den bösartigen Gehirntumoren ist {…}
Die Ursachen für nichtübertragbare Krankheiten (NCD) sind komplex und hängen neben biologischen Faktoren und individuellem Verhalten mit den Lebensverhältnissen zusammen. Eine zeitgemäße Surveillance von NCD im Sinne des Health in All Policies-Ansatzes erfordert daher die Einbindung von sozialen, politischen und umweltbezogenen Rahmenbedingungen (Kontextfaktoren) für die Gesundheit. Ihre Erfassung über entsprechende Indikatoren ermöglicht es, verhältnisbasierte Einflussfaktoren systematisch abzubilden und {…}
Forscherinnen der Hochschulmedizin Dresden haben möglicherweise einen neuen Therapieansatz zur Behandlung myelodysplastischer Neoplasien (MDS) gefunden. In einer aktuellen Studie konnte das Team um Prof. Manja Wobus und Dr. Katja Sockel nachweisen, dass der entzündungshemmende Wirkstoff Tasquinimod in präklinischen Modellen sowohl die bei MDS gestörte Blutbildung verbessert als auch Knochenschäden reduziert. Damit adressieren sie zwei eng {…}
Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt erstmalig Informationen und Leitlinien für Fachkräfte, die PatientInnen mit Störungen der Darm-Hirn-Achse betreuen und fasst evidenzbasierte psychosoziale Ansätze für Erwachsene und für den pädiatrischen Bereich zusammen. Erstautorin in der neuen Ausgabe von Gastroenterology ist die Universitätsprofessorin Dr. Sigrid Elsenbruch, die sowohl an der Ruhr-Universität Bochum wie an der Medizinischen Fakultät der {…}
Eine bemerkenswerte Win-win-Situation: Die Messung des Stickstoffmonoxids in der Ausatemluft (FeNO) könnte die Versorgung von rund 5 Millionen Patientinnen und Patienten mit Asthma in Deutschland deutlich verbessern – und gleichzeitig bis zu 300 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Dies rechnen in einem Mitte April veröffentlichten Positionspapier die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der {…}
Das Protein p53 ist in vielen Krebszellen mutiert, sodass es seine Schutzfunktion vor der Entstehung von Tumoren nicht mehr erfüllen kann. Einem Wissenschaftsteam der Goethe-Universität Frankfurt sowie der Universitäten Marburg, Köln und Zürich ist es jetzt gelungen, eine Art Mini-Antikörper (sogenannte DARPins) zu entwickeln, die p53 im Labor wieder funktionsfähig machen. Die Mini-Antikörper können viele {…}
+++ FORSCHUNGSTICKER UNI BONN: Künstliche Intelligenz für das Wirkstoffdesign +++ Auf der Suche nach neuen Medikamenten kommt Künstliche Intelligenz in Form von Diffusionsmodellen beim Wirkstoffdesign zum Einsatz. Was macht die KI dabei genau? Das haben Dr. Andrea Mastropietro und Prof. Dr. Jürgen Bajorath von der Life Science Informatics an der Universität Bonn und vom Lamarr {…}
Laut einer Studie der TU Berlin neigen ChatGPT-Modelle zu übervorsichtigen Empfehlungen. Für die gezielte Steuerung von Patient*innen im Gesundheitssystem reicht das aktuell nicht aus Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend auch für gesundheitliche Fragen genutzt. Viele Menschen verwenden Tools wie ChatGPT, um Beschwerden einzuordnen und abzuschätzen, ob sie sofort medizinische Hilfe brauchen, ärztlichen Rat einholen sollten {…}
Millionen Menschen weltweit tragen ein Leben lang Virusinfektionen in sich, die ihnen bei der Geburt übertragen wurden. Lange ging man davon aus, dass das Immunsystem diese Erreger kaum bekämpft. Forschende der Universität Basel zeigen nun: Die körpereigene Abwehr geht durchaus gegen das Virus vor. Dies könnte ein Ausgangspunkt für neue Therapien sein. Moderne Medizin kann {…}
Erfolgreiche Therapie der Leber’schen Kongenitalen Amaurose (LCA) An der Augenklinik des LMU Klinikums München wurde ein einjähriger Junge mit LCA zur Rettung seiner Sehkraft erfolgreich mit der Gentherapie behandelt. Damit wurde der hochspezialisierte Eingriff – als einer der ersten weltweit – an einem so jungen Patienten durchgeführt. Schon Kleinkinder profitieren von der Gentherapie An der {…}
Leipzig/ Frankfurt am Main – 35% der jüngeren Menschen mit Depression sprechen mit Künstlicher Intelligenz (KI) über ihre Erkrankung, 10% sogar in längeren, dialogischen Gesprächen wie mit einem menschlichen Gegenüber. Das zeigt eine heute veröffentlichte repräsentative Befragung von 2.500 Personen zwischen 16 und 39 Jahren der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. Erfahrungen depressiv Erkrankter mit KI {…}