Humane Immunodefizienz-Viren (HIV) sind tückisch. Sie können sich der Immunabwehr und Medikamenten entziehen, indem sie „latent“ werden. In diesem Zustand sind sie weitgehend unsichtbar und unangreifbar. Solange diese Schläfer-Viren in Deckung bleiben, gibt es für Menschen mit HIV/AIDS keine wirkliche Heilung. Doch eine Forschungsgruppe des Uniklinikums Ulm hat nun einen neuen Weg gefunden, um latente {…}
Fragen an… Dr. Martin Krusche und Dr. Tingting Xiong Rund 1,8 Millionen Menschen sind von entzündlichem Rheuma betroffen. Sie haben teilweise starke Schmerzen, leiden unter Erschöpfung und beruflichen Einschränkungen. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) werden vor allem Patient:innen mit besonders seltenen rheumatischen Erkrankungen behandelt – unter anderem auch Menschen mit dem VEXAS-Syndrom. Anlässlich des Weltrheumatages am {…}
Werden Mäuse langfristig Feinstaub ausgesetzt, beeinträchtigt dies ihren gesunden Stoffwechsel. Denn feine Luftschadstoffe stören die normale Funktion des braunen Fettgewebes, was zu Insulinresistenz und Stoffwechselerkrankungen führen kann. Verantwortlich sind komplexe Veränderungen in der Genregulation, wie eine neue UZH-Studie zeigt. Die Hinweise verdichten sich, dass Luftverschmutzung nicht nur schädlich für Lunge und Herz ist, sondern auch {…}
Nicht immer müssen nach der Diagnose Brustkrebs „alle Register gezogen werden“. Bei der 56-jährigen Cornelia Terjung zeigte die molekulargenetische Untersuchung des Tumors im Rahmen einer universitären Studie, dass nach OP und Strahlentherapie keine Chemotherapie notwendig war und die anschließende Antihormontherapie deutlich verkürzt werden kann. „Ich habe nichts gespürt, keine Schmerzen, keinen Knoten. Alles schien normal.“ {…}
Die Behandlung von Typ-1-Diabetes befindet sich im Wandel. In einem aktuellen Review-Artikel in ‚The Lancet‘ geben Prof. Anette-Gabriele Ziegler (Helmholtz Munich und DZD) sowie ihre Kolleg:innen Prof. Eda Cengiz und Prof. Thomas W. H. Kay einen Überblick über bahnbrechende Entwicklungen, die die Therapie verändern werden. Dank Autoantikörper-Screenings ist eine frühzeitige Diagnose möglich – noch bevor {…}
Am 10. Oktober ist World Mental Health Day – ein internationaler Aktionstag, der das Bewusstsein für psychische Gesundheit und deren Bedeutung im (Arbeits-)Alltag in den Mittelpunkt rückt. Gerade in einer Zeit, in der Stress und Belastungen für viele Menschen zunehmen, sind Prävention und ein offener Umgang mit dem Thema wichtiger denn je. „Es ist ganz {…}
Zwei neue Studien des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen zeigen erstmals, dass die Luftqualität direkt den Blutdruck und wichtige Marker für das Diabetes-Risiko beeinflusst. Möglich wurde dieser Nachweis durch die Anwendung von Methoden der kausalen Inferenz, die es erlauben, die Effekte sogenannter hypothetischer Interventionen zu ermitteln. Schon länger weisen Beobachtungsstudien darauf {…}
Die Einschätzung der Aggressivität von Prostatakrebs erfolgt bislang vor allem durch das sogenannte Gleason-Grading – eine Analyse des Krebsgewebes im Pathologie-Labor, die mit hoher Subjektivität verbunden ist. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun ein neuartiges, erklärbares KI-Modell entwickelt, das die Diagnostik von Prostatakarzinomen transparenter und weniger fehleranfällig machen soll. „Bisherige {…}
Charité-Team etabliert schonendere OP bei lokal begrenztem, fokalem Hyperinsulinismus Wenn Kinder mit Hyperinsulinismus zur Welt kommen, produziert die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin und die Blutzuckerwerte des Neugeborenen können lebensbedrohlich sinken. Dann muss schnell gehandelt werden. Voraussetzung dafür ist eine präzise Diagnostik – die mit einigen Herausforderungen verbunden ist. Ein interdisziplinäres Team der Charité – Universitätsmedizin {…}
Wichtiger Schritt hin zu einer präziseren, biomarker-gesteuerten Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms Das metastasierte Nierenzellkarzinom wird heute zunehmend mit Immuntherapien behandelt. Doch welche Patientinnen und Patienten profitieren tatsächlich von dieser Behandlung? Diese Frage ließ sich bislang nicht zuverlässig beantworten. Forschende der Unikliniken Würzburg und Erlangen haben nun mithilfe hochauflösender räumlicher Transkriptomik-Technologien eine entscheidende Erkenntnis gewonnen: Nicht {…}
Mobiler Roboterarm und digitale Bildgebung statt starres Mikroskop-Okular: Ein Exoskop verbessert in der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Frankfurt die Präzision und Ergonomie im Operationssaal – zum Wohl der Patientinnen ebenso wie der behandelnden Chirurgen. Minimalinvasive Eingriffe erfordern höchste Präzision. Es kommt auf Milli- und Mikrometer an und darauf, dass Chirurginnen und Chirurgen selbst {…}
Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Nature Genetics Blut kann viel verraten. Es gibt Hinweise zu möglichen Entzündungen, Gerinnungsstörungen oder bestimmten Organfunktionen. Es enthält tausende Eiweiße, also Blutproteine, die verraten können, ob ein Mensch gesund ist oder nicht. Doch obwohl moderne Labortechnologien enorme Datenmengen liefern, gibt es ein Problem: Die Ergebnisse aus verschiedenen Studien lassen sich {…}
Die US-Amerikanerin Lindsay Hohsfield bringt frischen Wind in die Alzheimer-Forschung. Im Rahmen des ÖAW-Programms „APART-USA” kommt sie nach Österreich, um an den neuesten Therapien zur Bekämpfung der Krankheit zu forschen. Mit der Zulassung neuartiger Antikörpertherapien wie Leqembi und Kisunla erlebt die Alzheimer-Forschung einen Wendepunkt. Lindsay Hohsfield ist Neuroimmunologin, APART-USA-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) {…}