Neues aus Forschung und Wissenschaft

Depression

Zu folgenden Themen finden Sie Aktuelles aus Forschung und Wissenschaft:

Aktuelles Thema:

Aktuelle Studien

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer gehören zu einer Medikamentengruppe der Antidepressiva, die typischerweise gut gegen Depressionen wirken kann und daher auch sehr häufig angewendet wird. Es gibt jedoch immer wieder Patienten, bei denen diese Medikamente nicht oder nicht ausreichend wirken. In diesen Fällen steht eine Zusatzbehandlung mit weiteren Medikamenten in Frage, die über andere Mechanismen im Gehirn wirken können. Dr. Cheon und Kollegen untersuchten nun unter Leitung des Neuropychiatrieexperten Dr. Lee vom Dongguk University Kyungju Hospital in Kyungpook in Südkorea die Wirksamkeit und Sicherheit einer zusätzlichen Gabe von Aripiprazol und Bupropion bei solchen nicht auf SSRI ansprechenden depressiven Patienten.

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Bei den Antidepressiva, die die Aufnahme des Gehirnsignalstoffes Serotonin hemmen (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, selective Serotonin Reuptake Inhibitors, SSRI) wurden wiederholt Angst und starke Unruhe während der ersten Behandlungstage berichtet. Jedoch gab es bislang keine Studie zu der tatsächlichen Häufigkeit dieser Nebenwirkungen. Die Wissenschaftler um Prof. Eriksson an der Universität von Gothenburg in Schweden analysierten daher in ihrer Übersichtsstudie die Ergebnisse mehrere Untersuchungen der Wirkung von Antidepressiva wie Sertralin, Paroxetin oder Citalopram bei depressiven Erwachsenen im Vergleich zu Placebo.

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In einer früheren Studie hatten wir bereits von den möglichen Auswirkungen von Neuroleptika der zweiten Generation auf den Stoffwechsel berichtet. Aber welche Patienten sind tatsächlich davon betroffen, und kann diese Nebenwirkung effektiv behandelt werden? Dies untersuchten nun Dr. Nanasawa und Dr. Sako mit ihren Kollegen am Kohnodai Hospital des Nationalen Zentrums für Globale Gesundheit und Medizin in Ichikawa (Provinz Chiba) in Japan.

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Vermehrt berichten Studien von Effekten antidepressiver Medikamente auf Entzündungsmarker, wie z. B. der Zytokine und auf das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und -hemmenden Substanzen. Welche Medikamente allerdings genau welche Wirkung in diesem Spektrum hervorrufen ist oft nicht ganz klar. Dazu fassten Dr. Więdłocha und ihre Kollegen von den Universitäten Warschau, Bialystok und Lodz in Polen nun in einer Übersichtsstudie die Arbeiten der vergangenen Jahre zu diesem Thema zusammen.

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Wirksamkeit und Risiken einer Behandlung mit Johanniskraut bei Depressionen war bisher sehr unterschiedlich bewertet worden. Eine Neubewertung der Studienlage wurde nun von Wissenschaftlern der Nationalen Universität von Singapur und der Universität von Nottingham in Großbritannien in ihrer aktuellen vergleichenden Übersichtsstudie durchgeführt, in der sie Publikationen zum Einsatz von Johanniskraut bei der Behandlung von Depressionen verglichen.

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In klinischen Studien zur Ermittlung der Wirksamkeit und Sicherheit neuerer Antipsychotika oder Neuroleptika wurden bereits Hinweise auf vermehrte Stoffwechselstörungen wie z. B. Diabetes gefunden. Die klinische Neurowissenschaftlerin Prof. Pringsheim und Kollegen verschiedener psychiatrischer und neurologischer Forschungseinrichtungen im kanadischen Calgary untersuchten daher nun in einer vergleichenden Übersichtsstudie, welche Auswirkungen diese sogenannten Antipsychotika der zweiten Generation auf den Stoffwechsel der Patienten haben.

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Schlaflosigkeit und ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus sind depressiven Patienten und ihren Angehörigen meist sehr vertraut. In der Forschung ist dieses Thema erst seit wenigen Jahren angekommen, hat jedoch schon neue Medikamente zur Behandlung von Depressionen hervorgebracht: Beispielsweise den Wirkstoff Agomelatin, der dem körpereigenen Hormon Melatonin verwandt ist, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Prof. Laux, Facharzt für Nervenheilkunde am Institut für Psychologische Medizin in Haag, ermittelte dazu mit seinen Kollegen verschiedener deutscher Kliniken in einer Übersichtsstudie die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Agomelatin bei depressiven Patienten.

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Depression kann die Lebensqualität und Funktionalität von Patienten naturgemäß stark beeinträchtigen. Frühere Studien untersuchten einen möglichen Alterseffekt auf die Depressionssymptomatik und wie häufig dauerhafte Symptomfreiheit (Remission) erreicht wurde. Die Studie von Dr. IsHak vom Cedars-Sinai Medical Centre in Los Angeles in den USA und Kollegen (2017) fokussierte nun auf diese Faktoren vor und nach einer Behandlung mit Antidepressiva des SSRI-Typs (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer).

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Weltweit sind ca. 350 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Ein zumindest komplementärer (ergänzender, unterstützender) Therapieansatz wurde bereits in früheren Studien als potentiell hilfreich bei Depressionen gefunden: Magnesium. Allerdings gab es bisher nur wenige kontrollierte klinische Studien zu seiner Wirksamkeit. Die Ernährungswissenschaftlerin und Forschungsmanagerin des Bionutrition-Labors des klinischen Forschungszentrums der University of Vermont, Frau Tarleton, untersuchte in ihrer Doktorarbeit mit Prof. Daley und Kollegen den Effekt von Magnesium auf Depressionen.

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Eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie hilft bei Ängsten und Depressionen. Prof. Hadjistavropoulo, Expertin für diese Therapieform an der University of Regina in Kanada, untersuchte nun in Kooperation mit Prof. Titov, Direktor des Mindspot Projekts in Australien zur kostenfreien Behandlung von Depressionen oder Ängsten, mit ihren Kollegen, in welchem Zyklus und wie strikt eine online angebotene Therapie optimal stattfinden sollte.

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In einer Studie wird berichtet, dass mit Eiweiß aus Wachteleiern Allergiesymptome gemildert werden. Ein französischer Arzt beobachtete in den 1970er Jahren, dass Bauern die Wachteln züchteten, seltener Probleme mit Allergien hatten. Er begann Patienten mit Allergien rohe Wachteleier zu verschreiben. Mit Erfolg, die Allergiesymptome seiner Patienten besserten sich. Forschung beschäftigte sich mit Wirkung von Eiweißen aus Wachteleiern Seitdem wurde die Wirkung von Wachteleiern auf Allergien weiter untersucht. In einer Studie stellte der französische Allergologe Dr. G. Bruttmann fest, dass sich […]

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Präzisere Bildgebung dank selbstlernender Software Jena (ukj/boe). Als weltweit erste Uniklinik setzt das Universitätsklinikum Jena (UKJ) Künstliche Intelligenz (KI) in der radiologischen Routine ein, um Bilder der Computertomographie (CT) zu rekonstruieren. Spezialisten der Firma General Electric Healthcare haben die KI in der vergangenen Woche an den Geräten des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (IDIR) installiert. Damit ist es nun möglich, CT-Aufnahmen mit höherer Bildschärfe zu erzeugen als mit den bisher zur Verfügung stehenden Methoden zur Bildrekonstruktion. Grundlage der eingesetzten […]

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Ein Interview mit Elena Levashina zum Stand der Malariaforschung Mehr als 120 Jahre sind vergangen, seit der Zusammenhang zwischen Mückenstich und Malariainfektion nachgewiesen wurde. Malaria, eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt, ist heute vor allem in den subtropischen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas verbreitet. Neue technologische Fortschritte versprechen eine Lösung durch die genetische Manipulation ganzer Mückenpopulationen. Aber wissen wir für diese massiven Eingriffe in die Natur genug über die Unterschiede und Verbreitungen verschiedener Mückenarten, die Malaria übertragen? Elena Levashina, Gruppenleiterin […]

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Mannheim, 24. April 2019 – Antientzündliche Strategien zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung im Fokus. Die Behandlung der chronischen Gefäßentzündung, besser bekannt als Atherosklerose, ist eine der großen Herausforderungen der Kardiologie. Bisher kann die Erkrankung weder mit cholesterinsenkenden Therapien in ihrem Entstehen verhindert noch mit Bypass-Operationen oder der Implantation von koronaren Stents gestoppt werden. Folgerichtig sind neue Forschungsansätze und vor allen Dingen auch translationale Bemühungen notwendig, um neue […]

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Dass sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken, ist wissenschaftlich gut belegt. Welcher molekulare Mechanismus hinter dieser Wirkung steckt, ist dagegen weniger bekannt. Grundlegende Erkenntnisse, um sich dieser noch ungeklärten Frage zu nähern, brachte nun eine Studie, die Lebensmittelchemiker der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam mit einer britischen Arbeitsgruppe über ein Jahr lang durchführten. Senkung der Blutfettwerte, Regulation von Entzündungen oder der Einfluss auf die Gerinnungsfähigkeit des Blutes – Omega-3-Fettsäuren haben zahlreiche positive Eigenschaften für die Gesundheit. So viel steht […]

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Forschungsvorhaben ist am Institut für Mehrphasenprozesse der Leibniz Universität Hannover angesiedelt Ein Schnitt im Finger, ein aufgeschürftes Knie oder auch nur ein Kratzer auf der Hautoberfläche – der menschliche Körper hilft sich selbst, kleinere Wunden schließen sich scheinbar von allein. Wie lassen sich diese Selbstheilungskräfte für die regenerative Medizin nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens „Patientenspezifische Implantate aus Eigenblutspenden“, das am Institut für Mehrphasenprozesse (IMP) an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt ist und über die neu geschaffene Programmlinie […]

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Forscher des DZNE und der Universität Bonn entdecken Schlüsselrolle des Proteins HPGD Eine spezielle Gruppe weißer Blutkörperchen, die „regulatorischen T-Zellen“, halten das Immunsystem im Gleichgewicht und bremsen dessen Aktivität, um den Körper vor Autoimmunerkrankungen zu schützen. Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn und an der Universität Bonn haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem regulatorische T-Zellen speziell im Fettgewebe Entzündungen hemmen. Der Mechanismus spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Typ-2-Diabetes, denn ein überaktives […]

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Dresden, 23. April 2019 – Im Gegensatz zum Menschen haben Zebrafische hervorragende regenerative Fähigkeiten: Wenn deren Gehirnzellen durch Krankheit oder Verletzung verloren gehen, können sie aus sogenannten Vorläuferzellen leicht nachwachsen. Mit innovativen Methoden haben Forscher am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Technischen Universität Dresden diese Vorläuferzellen nun genauer untersucht und festgestellt, dass sie aus acht verschiedenen Subpopulationen bestehen. In einem Fischmodell, mit dem sich die Anhäufung sogenannter Amyloid-Proteine (ein Merkmal der Alzheimer-Erkrankung) nachbilden lässt, reagierten nur einige […]

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Forschende der ETH Zürich weisen nach, dass genetisch identische Zellen individuell unterschiedlich auf chemische Lockstoffe reagieren. Mit Durchschnittswerten lässt sich das Verhalten von Bakterien nur ungenügend beschreiben. Sie gelten als die einfachsten Lebensformen. Doch selbst Mikroorganismen nehmen ihre Umwelt wahr und können sich aktiv fortbewegen. So erkennen sie sowohl Nahrung als auch schädliche Substanzen und bewegen sich auf diese zu oder wenden sich ab. Dabei orientieren sie sich am Konzentrationsgefälle des jeweiligen Stoffes in der Umgebung. Das Leben einer Mikrobe […]

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Radioaktive Antikörper gegen Krebszellen werden für die PET-Bildgebung in der medizinischen Diagnostik oder für die gezielte Radioimmuntherapie eingesetzt. Forschende der Universität Zürich haben eine neue Methode entwickelt, um Antikörper mithilfe von UV-Licht radioaktiv zu markieren. In weniger als 15 Minuten sind die Substanzen für die Krebsdiagnostik oder -therapie einsatzbereit. Radioaktive Antikörper werden in der Nuklearmedizin als Substanzen für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verwendet. Dieses bildgebende Verfahren verbessert die Krebsdiagnose und hilft, Chemotherapien zu überwachen. Radioaktiv markierte Antikörper werden auch für die […]

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